Was ist bei Ropinirol im Hinblick auf andere Medikamente zu beachten?

Ropinirol greift im Gehirn in den Dopamin-Stoffwechsel ein und erhöht die Konzentration dieses Botenstoffs. Das erklärt, warum das Parkinson-Mittel mit zahlreichen anderen Medikamenten interagieren kann.

Im folgenden sind die wichtigsten dieser möglichen Wechselwirkungen zusammengefasst:

  • Kommt es unter der Behandlung mit Ropinirol zu Übelkeit, sind Anti-Übelkeits-Mittel mit dem Wirkstoff Domperidon okay, auf Metoclopramid (MCP, Paspertin®) sollte aber verzichtet werden.
  • Werden noch andere Parkinson-Mittel eingenommen, kann deren Wirkung erhöht sein. Das kann vor allem bei den Wirkstoffen Selegilin und Amantadin passieren, weshalb hier besondere Vorsicht geboten ist, vor allem zu Beginn der Behandlung.
  • Bei Einnahme von Antidepressiva sollte in jedem Fall vorher Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden.
  • Das gilt auch für Psychopharmaka, vor allem bestimmte Neuroleptika.
  • Eisen-Präparate können die Wirksamkeit von Ropinirol einschränken. Sie sollten mit mindestens zweistündigem Abstand eingenommen werden.
  • Hormon-Tabletten bei Frauen (Wechseljahre, Pille) können die Wirksamkeit von Ropinirol ungewollt verstärken.
  • Vorsicht geboten ist auch bei der Einnahme blutdrucksenkender Mittel, weil auch Ropinirol den Blutdruck erniedrigen kann.
  • Bestimmte Antibiotika können die Wirkdauer von Ropinirol verlängern, was eine Dosisanpassung notwendig macht.
  • Bei Einnahme von Blutverdünnern wie Warfarin müssen die Gerinnungswerte regelmäßig überprüft werden.
  • In Kombination mit bestimmten Magensäurehemmern wie Cimetidin können die Nieren stärker gefährdet sein als unter Ropinirol allein.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn