Auf welche Weise wirkt Ropinirol gegen Parkinson?

Ropinirol ist ein sogenannter Dopamin-Agonist. Wie so viele andere Parkinson-Wirkstoffe auch aktiviert Ropinirol also die Dopamin-Rezeptoren im Gehirn und sorgt auf diese Weise zu einem Anstieg des fehlenden Botenstoffs.

Damit lindert Ropinirol die typischen Parkinson-Symptome wie Bewegungssteifigkeit u.a. Im Gegensatz zu anderen Dopamin-Agonisten wie Bromocriptin, Lisurid oder Pergolid ist Ropinirol aber kein Abkömmling des Mutterkorns, einem Getreidepilz. Es handelt sich um eine synthetisch hergestellte Substanz.

Ropinirol kann zwar auch allein gegen Parkinson eingesetzt werden, meist wird es aber in Kombination mit L-Dopa verschrieben. L-Dopa selbst hat ganz ähnliche Effekte, wirkt aber stärker. Dennoch kann eine Kombination mit einem anderen Dopamin-Agonisten mitunter sinnvoll sein, auch im Hinblick auf die Verträglichkeit.

Ropinirol wird auch gegen die unruhigen Beine verschrieben, das sogenannte "Restless-legs-Syndrom".

Der Wirkstoff ist unter folgenden Handelsnamen erhältlich:

  • Adartrel®
  • Requip®
  • Rolipexa® (nur Österreich)
  • Ropinal®
  • Ropinirol

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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