Warum werden Mittel wie Biperiden bei Parkinson heute nur noch selten verschrieben?

Wegen der Nebenwirkungen. Biperiden gehört zu den sogenannten Anticholinergika, den am längsten eingesetzten Parkinson-Mitteln. Diese Medikamente hemmen den Überträgerstoff Acetylcholin, der bei der Parkinson-Erkrankung oft im Übermaß vorliegt (während es am Überträgerstoff Dopamin fehlt).

Die Anticholinergika wirken recht gut gegen die Steifigkeit, das Zittern und das vermehrte Schwitzen. Die Bewegungsstörungen werden dagegen kaum beeinflusst.

Abgesehen von diversen weiteren Nebenwirkungen weiß man seit kurzem, dass durch diese Medikamente eine Demenz verstärkt werden kann. Deswegen werden die Anticholinergika heute nur noch sehr zurückhaltend verschrieben.

Autoren: Dr. Hubertus Glaser & Dr. med. Jörg Zorn

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