Löst die Parkinson-Erkrankung eine Spielsucht aus?

Nein, die Parkinson-Krankheit selbst nicht. Aber manche Medikamente, die den Parkinson-Patienten vom Arzt zur Behandlung verschrieben werden, können – wahrscheinlich bei entsprechender Veranlagung – eine Spiel-, Kauf- oder sogar Sexsucht auslösen oder verstärken. Bei den auslösenden Arzneimitteln handelt es sich in erster Linie um bestimmte Dopamin-Agonisten.

Was sich auf den ersten Blick vielleicht noch niedlich anhört, ist in ausgeprägten Fällen alles andere als das, es gefährdet im Extremfall den Betroffenen, seine Angehörigen und andere Mitmenschen fulminant. Sollten entsprechende Probleme auftreten, ist deshalb ärztliche Hilfe unbedingt notwendig, vor allem im Hinblick auf eine medikamentöse Umstellung.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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