Stimmt es, dass die Parkinson-Erkrankung zu einer Blasenschwäche führen kann?

Ja. Allerdings kommt das nicht allzu häufig vor, und wenn, dann eher in sehr fortgeschrittenen Fällen der Erkrankung. Eine sogenannte motorische Dranginkontinenz ist eine solche mögliche Parkinson-Folge.

Die motorische Dranginkontinenz geht auf unwillkürliche Bewegungen des Blasenentleerungsmuskels zurück. Der Muskel zieht sich, ohne dass man dies willentlich beeinflussen kann, plötzlich zusammen und es entsteht heftiger Harndrang, man muss also sofort auf die Toilette.

Die Ursache liegt dabei meistens gar nicht im Muskel selbst, sondern in den Nerven, die ihn steuern, sozusagen seiner Befehlszentrale. Und diese Befehlszentrale kann neben anderen neurologischen Erkrankungen auch infolge eines Morbus Parkinson beeinträchtigt werden.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

Weitere Fragen und Antworten zur Blasenschwäche finden Sie unter Navigator-Medizin.de/Harninkontinenz

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