Stimmt es, dass Menschen mit Morbus Parkinson häufiger eine Demenz oder einen Alzheimer bekommen?

Ja, das Risiko, eine Demenz zu entwickeln, ist bei Menschen mit der Parkinson-Erkrankung statistisch etwas erhöht. Das liegt auch an der bei beiden Erkrankungen ähnlichen Ursache, nämlich einer Degeneration von Nervenzellen. Allerdings bedeutet das nicht, dass die Mehrzahl der Parkinson-Patienten dement wird.

Man muss also bei eventuell auftretenden Gedächtnisstörungen dringend davor warnen, solche statistischen Daten überzuinterpretieren und dann immer gleich das Schlimmste zu befürchten.

Frühzeitig entgegenwirken

Tatsache ist: Bei etwa jedem fünften Patienten mit Morbus Parkinson entwickeln sich in einem fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung Gedächtnisstörungen. Diese können zwar theoretisch auch in eine Demenz übergehen, aber das ist eher die Ausnahme. Wichtig ist, solche auftretenden Denkstörungen frühzeitig zu behandeln. Das hilft den Betroffenen (auch emotional) und reduziert das Risiko, dass sich das Gedächtnis weiter verschlechtert. Dazu gehört auch, dass die Grunderkrankung, also der Parkinson, gut behandelt wird. Einen Versuch wert ist hier übrigens auch eine additive Behandlung mit pflanzlichen Naturstoffen.

Was man auch nicht vergessen darf: Der Parkinson ist eine typische Erkrankung des Alters. Bei der fast normalen Lebenserwartung von Parkinson-Patienten erreichen viele Betroffene ein Alter, in dem die Demenz ohnehin immer häufiger wird.

Autoren: Dr. Hubertus Glaser & Dr. med. Jörg Zorn

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