Stimmt es, dass Menschen mit Morbus Parkinson häufig eine Depression entwickeln?

Leider ja. Verschiedene Studien haben ergeben, dass zwischen 30 und 70% aller Parkinson-Patienten im Verlauf der Erkrankung Depressionen entwickeln.

Allerdings kommt es dazu, wenn es überhaupt dazu kommt, meist erst in einem fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung. Dennoch ist Vorbeugung ein wichtiges Thema. Viele Menschen mit Morbus Parkinson rutschen vor allem deshalb in eine depressive Verstimmung, weil sie durch ihre Beeinträchtigungen zunehmend soziale Kontakte meiden. Vor allem die Sprachstörungen sind dabei ein großes Problem, weil sie die Kommunikation mit anderen Menschen deutlich erschweren und einen sozialen Rückzug noch mehr beschleunigen können. Um so wichtiger sind frühzeitige therapeutische Maßnahmen, unter anderem logopädische Übungen (die sogenannte Sprechtherapie).

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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