Lösemittel kann Parkinson verursachen

Das Lösemittel Trichlorethylen (TCE) kann offenbar eine Parkinson-Erkrankung hervorrufen. Das ist das Ergebnis einer US-amerikanischen Untersuchung. TCE wird vor allem bei der Herstellung von Gummierungen und Asphaltmischungen sowie bei der Metallreinigung verwendet.

Trichlorethylen (TCE) ist als Gefahrenstoff deklariert. Die Substanz kann Krebs erzeugen, Haut sowie Augen reizen, und sie schadet Gewässern.

Sechsfach erhöhtes Parkinson-Risiko bei Fabrikarbeitern mit TCE-Kontakt

Mit TCE kommen vor allem Fabrikarbeiter in direkten Kontakt. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass TCE bei den betroffenen Arbeitern das Risiko für Parkinson um das Sechsfache steigerte. Dabei stellten sie auch fest, dass es bis zu 40 Jahre dauern kann, bis sich die Wirkung offenbart.

Obwohl die Studie nur Fabrikarbeiter einschloss, bei denen der Kontakt mit TCE überwiegend Jahrzehnte zurücklag, und obwohl heute der Einsatz von TCE stark reglementiert ist, geben die Wissenschaftler keine Entwarnung. Denn TCE wird immer noch vielfach als Entfettungsmittel eingesetzt und weltweit von chemischen Reinigungen, in Klebstoffen, Farben und zur Teppichreinigung genutzt.

WANC 01.12.2011
Quelle: Annals of Neurology; DOI:10.1002/ana.22629

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