Entfernung des Dickdarms und Anlage eines ileoanalen Pouch: Welche Folgen kann das haben?

Die operative Entfernung (Resektion) des Dickdarms führt vor allem zu einer Verflüssigung des Stuhls. Der Dickdarm sorgt nämlich unter anderem dafür, dass der Nahrungsbrei fester wird, indem er diesem zwischen 1 und 1,5 Liter Wasser, aber auch Natrium entzieht. Das entfällt, wenn der Dickdarm entnommen wurde.

Unsere 10 wichtigsten Tipps bei Morbus Crohn

weiterlesen...

Zudem kann es nach Dickdarmentfernung dazu kommen, dass der Nahrungsbrei den Verdauungstrakt insgesamt schneller passiert. Dadurch bleibt weniger Zeit für die verschiedenen Verdauungsprozesse und die Aufnahme von Nährstoffen aus der Nahrung. Etwas weitgehendere Funktionsstörungen können auftreten, wenn zusätzlich noch größere Teile des Dünndarms entfernt wurden.

In der Regel bleibt der Dünndarm bei Anlage eines ileoanalen Pouchs (ileo-pouch-analer Anastomose, IPAA) vollständig erhalten. Dennoch ist eine erhöhte Ausscheidung von Gallensäuren möglich, was die Schleimhaut des Darmausgangs reizen kann. Bei Entfernung von Teilen des unteren Dünndarms, des Ileums, werden regelmäßige Vitamin-B12-Spritzen empfohlen, da dieses Vitamin möglicherweise nicht mehr ausreichend aus dem Darm resorbiert wird.

Autorin: Dr. med. Anne-Kristin Schulze

Bei Fragen zu diesem Thema bei der

Colitis ulcerosa

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).