Operation bei Morbus Crohn: Worauf kommt es an?

Die Entscheidung für oder wider eine Operation hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die Kernfrage lautet dabei immer: Kann ein operativer Eingriff die Lebensqualität nachhaltiger verbessern als eine medikamentöse Behandlung? Wirklich beantworten lässt sich das immer nur individuell, pauschale Empfehlungen nützen hier nichts.

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Wenn operiert wird, sind sich die Fachleute heute aber einig, dass es beim Morbus Crohn nicht unbedingt notwendig ist, große Darmbereiche zu entfernen. Vielmehr scheint es besser zu sein, nur den Abschnitt zu entnehmen, der die Krankheitssymptome verursacht hat. Selbst Darmabschnitte, die vom Morbus Crohn befallen sind, aber keine Beschwerden auslösen, sollten laut aktuellen Experten-Leitlinien nicht entfernt werden.

Dieses Vorgehen ist auch deshalb vorteilhaft, weil die Verdauungsprobleme nach der Operation um so geringer sind, um so weniger Darm entfernt wurde.

Autorin: Dr. med. Anne-Kristin Schulze
Quellen:
Deutsche Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung DCCV e.V.: Leitlinie zur Diagnostik und Therapie des Morbus Crohn
Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten