Warum wird eine Blinddarmentzündung bei Menschen mit Morbus Crohn anders behandelt als normalerweise?

Eine Erkrankung an Morbus Crohn zählt zu den wenigen Umständen, bei denen eine Blinddarmentzündung (Appendizitis) nach Möglichkeit nicht operativ behandelt wird.

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Der Grund ist die verstärkte Gefahr der Fistelbildung nach der Blinddarm-OP. Also das Entstehen von Verbindungen zwischen verschiedenen Darmabschnitten inklusive des Blinddarms, zu der Menschen mit Morbus Crohn neigen. Wenn bei einem akuten Schub des Morbus Crohn eine sogenannte Begleit-Appendizitis auftritt, wird zunächst medikamentös behandelt. Eine Operation erfolgt dann erst, wenn sie, bei weiterer Verschlimmerung, zwingend geboten erscheint.

Autorin: Dr. med. Anne-Kristin Schulze

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Blinddarmentzündung: Behandlung und Prognose