Verdacht auf Morbus Crohn: Welche Fragen stellt der Arzt?

Bei länger anhaltendem Durchfall und Bauchschmerzen, eventuell auch im Verbund mit Gewichtsverlust, ist es in jedem Fall ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Der wird sich zunächst einmal genau nach den Beschwerden erkundigen.

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So fragt er zum Beispiel, seit wann die Symptome bestehen, ob nachts Beschwerden auftreten, und wenn ja welche. Auch ob Haut, Augen, Mund oder Gelenke betroffen sind und ob es am Gesäß vor allem in Afternähe Wunden, Einrisse in der Haut oder Ansammlungen von Eiter gibt. All das sind wichtige Informationen, weil dadurch ein Morbus Crohn von anderen Darmerkrankungen abgegrenzt werden kann.

Auch andere Ursachen ausschließen

Außerdem kann der Arzt folgendes wissen wollen:

  • ob Sie zuvor auf Reisen waren,
  • ob Sie Kontakt mit Menschen hatten, die an einer ansteckenden Durchfallerkrankung litten,
  • ob Sie bestimmte Nahrungsmittel nicht vertragen,
  • welche Medikamente Sie einnehmen bzw. eingenommen haben,
  • welche Krankheiten Ihre Angehörigen haben,
  • ob Sie rauchen,
  • ob Ihr Blinddarm bereits entfernt wurde.

Durch die Beantwortung dieser Fragen sammelt der Arzt wichtige Informationen über mögliche Risikofaktoren für einen Morbus Crohn (Rauchen, Blinddarmentfernung). Manche Fragen sollen klären, ob andere Ursachen wie Infektionen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Nebenwirkungen von Medikamenten für die Beschwerden infrage kommen.

Autoren: Dr. med. Anne-Kristin Schulze &