Mit welchen Untersuchungen wird ein Morbus Crohn ausgeschlossen oder gesichert?

Die Diagnostik bei Verdacht auf Morbus Crohn ist vielschichtig, weil die typischen Beschwerden wie Bauchschmerzen und Durchfälle auch zahlreiche andere Ursachen haben können, die ebenfalls ausgeschlossen werden müssen. Am wichtigsten ist bei ernsthaftem Verdacht die Darmspiegelung (die bei weitem nicht so schlimm ist wie Viele glauben).

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Wenn Sie mit diesen Beschwerden zum Arzt gehen, wird er Sie zunächst einmal ausführlich zur Art, Dauer und dem Ausmaß Ihrer Beschwerden befragen. Auch eine Untersuchung des ganzen Körpers (nicht nur des Darms) ist wichtig, da manchmal auch Veränderungen an der Haut, den Gelenken oder der Augen auf einen Morbus Crohn hindeuten können.

Dann folgen die spezielleren Untersuchungen:

  • Abtasten des Enddarms (Finger im Popo)
  • Untersuchung einer Stuhlprobe (neben der Untersuchung auf  Blut im Stuhl wird hier auch nach Bakterien gesucht, denn auch infektiöse Darmentzündungen können Beschwerden wie beim Morbus Crohn verursachen)
  • Blutentnahme (im Blut lassen sich u.a. Entzündungsparameter feststellen, aber auch der Mangel an roten Blutkörperchen, Vitaminen und Spurenelementen kann ein Hinweis auf einen Morbus Crohn sein)
  • Ultraschall des Unterbauchs (um Entzündungsherde zu orten)
  • Am wichtigsten in der Morbus-Crohn-Diagnostik ist aber die

    Darmspiegelung

    . Erst mit diesem "direkten" Blick auf die Darmschleimhaut lässt sich ein Morbus Crohn zweifelsfrei erkennen. Während der Darmspiegelung entnommene kleine Gewebeproben sichern dann ggf. die Diagnose (oder schließen einen Morbus Crohn aus).
  • Seltener wird der Darm auch röntgenologisch untersucht, mit dem sog. MRT (Magnetresonanztomographie). Mit dieser Untersuchung können vor allem genauere Aussagen über den Befall des Dünndarms getroffen werden.

Autorin: Dr. med. Anne-Kristin Schulze