Morbus Crohn & Colitis ulcerosa: Diagnostik

Wie wird ein Morbus Crohn festgestellt? Muss dafür eine Darmspiegelung durchgeführt werden? Mehr zur Diagnostik in diesem Kapitel.

Verdacht auf Morbus Crohn: Welche Fragen stellt der Arzt?

Bei länger anhaltendem Durchfall und Bauchschmerzen, eventuell auch im Verbund mit Gewichtsverlust, ist es in jedem Fall ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Der wird sich zunächst einmal genau nach den Beschwerden erkundigen.

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Verdacht auf Morbus Crohn: Was gehört zur körperlichen Untersuchung?

Die Verdachtsdiagnose Morbus Crohn ergibt sich häufig schon aus dem Gespräch und aus den Berichten zur Vorgeschichte. Und beweisen kann das letztlich nur eine Darmspiegelung. Dennoch ist eine gründliche körperliche Untersuchung gerade beim ersten Arztbesuch wegen der Darmprobleme enorm wichtig.

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Mit welchen Untersuchungen wird ein Morbus Crohn ausgeschlossen oder gesichert?

Die Diagnostik bei Verdacht auf Morbus Crohn ist vielschichtig, weil die typischen Beschwerden wie Bauchschmerzen und Durchfälle auch zahlreiche andere Ursachen haben können, die ebenfalls ausgeschlossen werden müssen. Am wichtigsten ist bei ernsthaftem Verdacht die Darmspiegelung (die bei weitem nicht so schlimm ist wie Viele glauben).

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Kann man einen Morbus Crohn anhand einer Stuhlprobe feststellen?

Allein damit sicher nicht. Trotzdem ist die Untersuchung von Stuhlproben bei Verdacht auf Morbus Crohn wichtig, und sei es nur, um andere Ursachen für die Darmbeschwerden auszuschließen (z.B. ein Reizdarm-Syndrom).

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Welche Untersuchungen sind bei Kindern und Jugendlichen notwendig, um einen Morbus Crohn festzustellen?

Auch bei Kindern und Jugendlichen ist die Darmspiegelung die wichtigste Untersuchung, um einen Morbus Crohn zu diagnostizieren oder auszuschließen. Dabei entnimmt der Arzt aus allen Darmabschnitten Gewebeproben, die genauer unter dem Mikroskop analysiert werden.

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Wozu dienen Gewebeproben in der Crohn-Diagnostik?

Im Rahmen der Darmspiegelung entnimmt der Untersucher aus verschiedenen Darmabschnitten Gewebeproben (Biopsien). Laborärzte bereiten die Gewebeproben auf und analysieren sie unter dem Mikroskop – die histopathologische Untersuchung. So können die Mediziner überprüfen, ob für den Morbus Crohn charakteristische Veränderungen in der Darmwand vorliegen.

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Morbus Crohn: Was bedeutet eine Erhöhung des CRP-Blutwertes (C-reaktives Protein)?

Eine CRP-Erhöhung im Blut ist beim Morbus Crohn ein eher ungünstiges Zeichen. Zumindest für den Moment. Denn es zeigt an, dass die Erkrankungsaktivität gerade zunimmt oder besonders hoch ist.

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Wenn die Darmspiegelung nicht funktioniert: Was gibt es für Alternativen?

Die Darmspiegelung ist eine sehr wichtige Untersuchung, um einen Morbus Crohn zu diagnostizieren. Manchmal erschweren jedoch Darmverengungen (sogenannte Strikturen) die Spiegelung, so dass der Arzt mit dem Endoskop gewisse Darmabschnitte nicht erreicht und somit betrachten kann.

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Wie kann der Dünndarm untersucht werden?

Um einen Morbus Crohn festzustellen und die Ausbreitung zu ermitteln, ist in der Regel auch eine Untersuchung des Dünndarms notwendig, da auch dieser Darmabschnitt betroffen sein kann. Dazu kommen Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen mit Kontrastmittel in Betracht.

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Morbus-Crohn-Diagnostik: Wann sind Darmspiegelung, Ultraschall oder MRT notwendig?

Eine Darmspiegelung und weitere bildgebende Verfahren (Ultraschall, Magnetresonanztomographie etc.) sind zunächst einmal bedeutsame Untersuchungen, um einen Morbus Crohn überhaupt zu diagnostizieren.

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Morbus Crohn: Wie werden Fisteln oder Abszesse nachgewiesen?

Als Komplikation eines Morbus Crohn können sich manchmal neue Verbindungen zwischen Darm und anderen inneren Organen bilden. Auch Verbindungsgänge zur Haut sind möglich.

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Wann ist bei Morbus Crohn eine Magenspiegelung notwendig?

Die Spiegelung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm sollte im Rahmen der Anfangsdiagnostik bei Morbus Crohn erfolgen. Das empfehlen zumindest die offiziellen Experten-Leitlinien.

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Bekannter Morbus Crohn: Wann müssen Blutwerte oder Stuhlproben untersucht werden?

Manchmal werden in der Verlaufsdiagnostik des Morbus Crohn auch Blut- oder Stuhluntersuchungen vorgenommen. Welche dieser Laborkontrollen dann im Einzelnen notwendig sind, hängt unter anderem von den Beschwerden ab und davon, welche Abschnitte des Verdauungstrakts betroffen sind.

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Ist man bei der Magnetresonanztomographie (MRT) Röntgenstrahlen ausgesetzt?

Nein. Die Magnetresonanztomographie (MRT) kommt ohne Röntgenstrahlen aus. Die Bilder werden durch ein starkes Magnetfeld und durch Radiowellen erzeugt.

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Was ist eine Kapsel-Endoskopie?

Bei dieser Untersuchung „reist“ eine Kapsel nach dem Verschlucken durch den Verdauungstrakt und stellt dabei die verschiedenen Darmabschnitte auf ihrem Weg durch den Darm bildlich dar. So lassen sich Veränderungen der Darmwand gut erkennen.

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Sind genetische Tests auf Morbus Crohn sinnvoll?

In den letzten Jahren sind Gen-Tests entwickelt worden, die anhand bestimmter Veränderungen im Erbgut eine Aussage darüber liefern sollen, ob ein Morbus Crohn entstehen wird. Doch empfehlen Experten, genetische Tests nicht als Routine durchzuführen.

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Verdacht auf Morbus Crohn: Lohnt sich eine Antikörper-Diagnostik?

Antikörper sind wichtige Bestandteile des Abwehrsystems. Im Zusammenhang mit Morbus Crohn können die Antikörper ANCA und ASCA analysiert werden und evtl. eine Aussage über das Morbus-Crohn-Risiko liefern. Lässt sich zum Beispiel ASCA nachweisen und ANCA nicht, weist das auf einen Morbus Crohn hin.

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Morbus Crohn: Was ist eine intestinale Permeabilitätstestung?

Bei der intestinalen Permeabilitätstestung wird die Durchlässigkeit der Darmwand geprüft. Der Test kann bei Menschen mit Morbus Crohn, die sich in einer Ruhephase (Remission) befinden, auf ein erhöhtes Risiko für einen Rückfall hinweisen.

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Nach der Crohn-Operation: Warum muss der Darm ins Labor?

Die bei Morbus-Crohn-Operationen entnommenen Darmabschnitte werden meist danach noch genauer untersucht. Dies gibt Aufschluss darüber, wie fortgeschritten die entzündlichen Veränderungen in der Darmwand waren.

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Morbus Crohn: Wann und wie werden Leber und Gallenwege untersucht?

Beim Morbus Crohn kann es manchmal auch zu einem Übergriff der Erkrankung auf Leber und Gallenwege kommen. Ärzte nennen das eine extraintestinale Manifestation (extraintestinal = außerhalb vom Magen-Darm-Trakt).

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Was ist eine endoskopisch retrograde Cholangio-Pankreatikographie (ERCP)?

Eine endoskopisch retrograde Cholangio-Pankreatikographie (ERCP) ist eine Untersuchung der Gallengänge, der Gallenblase und der Bauchspeicheldrüse. Sie wird unter anderem bei entsprechenden Krankheitszeichen (Verdacht auf Veränderungen in den Gallenwegen) bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa eingesetzt.

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