Morbus Crohn: Was tun, wenn es ohne Kortison nicht funktioniert?

Wenn es bei einer Behandlung mit Kortison-Präparaten zu einem Rückfall nach dem Absetzen der Medikamente kommt, spricht man von einem steroidabhängigen Morbus Crohn. Prinzipiell sind bei einem solchen Verlauf sogenannte Immunsuppressiva die nächste Option.

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Auch Immunsupressiva unterdrücken das Abwehrsystem, allerdings auf andere (und intensivere) Weise. Sie benötigen aber oft eine ganze Weile, bis sie wirken.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten bei einem Krankheitsschub nach dem Kortison-Stopp ist eine Erhöhung der Dosis der Kortison-Präparate. Auch eine Behandlung mit sogenannten TNF-Blockern kommt in Betracht. Und mitunter ist auch eine Operation die beste Option.

Alle in Frage kommenden Möglichkeiten sollte Ihr Arzt ausführlich mit Ihnen besprechen, um gemeinsam Nutzen und Risiken abzuwägen.

Autorin: Dr. med. Anne-Kristin Schulze

Quellen:
Deutsche Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung DCCV e.V.: Leitlinie zur Diagnostik und Therapie des Morbus Crohn
Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DDG): Diagnostik und Therapie des Morbus Crohn

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