Morbus Crohn: Behandlung

Wie wird der Morbus Crohn behandelt? Muss man dafür immer Kortison einnehmen? Mehr dazu in diesem Kapitel.

Ist Morbus Crohn heilbar?

Leider nein. Allerdings gelingt es bei vielen Menschen mit Morbus Crohn die Erkrankung so weit einzudämmen, dass sie das normale Leben über weite Strecken kaum beeinträchtigt. Leider gibt es aber auch Betroffene, die immer wieder unter schwereren Schüben leiden und eine intensivere Behandlung benötigen.

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Welche Medikamente gibt es gegen den Morbus Crohn?

Es gibt eine ganze Reihe von Medikamenten. Welche für Sie geeignet sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Eine Rolle spielt, ob der Morbus Crohn gerade so richtig aufgeblüht ist oder ruht – und wie stark die Erkrankung bei Ihnen ausgeprägt ist.

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Wovon hängt es ab, wie ein akuter Schub des Morbus Crohn behandelt wird?

Bisher ist es nicht gelungen, eine Therapie zu entwickeln, die die Ursachen des Morbus Crohn bekämpfen und die Erkrankung heilen kann. Daher soll die Behandlung vor allem die Entzündung lindern und so eine möglichst lange beschwerdefreie Zeit erlauben. Außerdem soll die Lebensqualität erhalten bzw. verbessert sowie die Darmfunktion erhalten werden.

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Morbus Crohn: Muss ein akuter Schub unbedingt mit Medikamenten behandelt werden?

Zu dieser Frage gibt es sehr spannende Studienergebnisse: Wird ein akuter Schub des Morbus Crohn nur symptomatisch (Schmerzmittel) oder mit Scheinmedikamenten (Plazebo) behandelt, kommt es bei 40% der Betroffenen zu einer Remission. Der Schub klingt also ab, ohne dass einer der üblichen Immunblocker eingenommen wurde.

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Morbus Crohn: Wie wird ein akuter Schub mit Befall des unteren Dünndarms behandelt?

Das hängt vom Grad der Entzündung ab. Bei einem Morbus Crohn im unteren Dünndarm mit einer leichten Entzündungsaktivität empfehlen Experten die Behandlung mit einem lokal wirkenden Glukokortikoid (Budenosid). Lokal bedeutet hier: Der Kortison-Wirkstoff wird nach dem Einehmen im Dünndarm freigesetzt und wirkt nur am Ort des Geschehens.

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Morbus Crohn mit ausgedehntem Dünndarm-Befall: Wie wird behandelt?

Bei ausgedehntem Befall des Dünndarms wird in der Regel eine systemische Behandlung mit Kortison-Präparaten empfohlen. Systemisch bedeutet, dass die Wirkstoffe als Tablette eingenommen oder gespritzt werden.

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Akuter Schub eines Morbus Crohn mit Befall des Dickdarms: Wie wird behandelt?

Das hängt vom Entzündungsgrad ab. Bei leichter bis mäßiger Entzündungsaktivität kann der Morbus Crohn im Dickdarm mit dem Wirkstoff Sulfasalazin oder nur lokal wirksamen Glukokortikoiden (im Dünndarm freigesetzte Kortison-Präparate) behandelt werden.

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Morbus Crohn in Speiseröhre oder Magen: Wie wird ein Schub behandelt?

Bei einem akuten Schub des Morbus Crohn mit Befall der Speiseröhre müssen meist sogenannte systemische Glukokortikoide eingenommen werden. Damit sind Kortison-Tabletten gemeint. So zumindest die Empfehlung in den offiziellen Leitlinien.

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Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es, wenn Kortison-Präparate beim Morbus Crohn nicht wirken?

Mitunter kommt es vor, dass bei einem Morbus-Crohn-Schub Kortison-Präparate trotz ausreichender Dosierung und Anwendungsdauer nicht wirken. Mediziner nennen diese Situation einen steroidrefraktären Verlauf. Dann sind sogenannte Immunsuppressiva eine Option.

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Kortison wirkt nicht: Wann eher Azathioprin bzw. Methotrexat, wann eher Infliximab?

Manchmal kommt es vor, dass eine Kortison-Therapie bei Morbus Crohn nicht wirkt. Dann muss auf andere Medikamente ausgewichen werden, die ebenfalls das Immunsystem unterdrücken (Immunsuppressiva).

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Was bedeutet bei einem Morbus Crohn "steroidabhängiger Verlauf"?

Viele Menschen mit Morbus Crohn erhalten Kortison-Präparate, die auch als Glukokortikoide, Kortikosteroide oder nur kurz Steroide bezeichnet werden. Steroidabhängig bedeutet etwas vereinfacht „nicht von den Kortison-Präparaten wegkommen.“

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Morbus Crohn: Was tun, wenn es ohne Kortison nicht funktioniert?

Wenn es bei einer Behandlung mit Kortison-Präparaten zu einem Rückfall nach dem Absetzen der Medikamente kommt, spricht man von einem steroidabhängigen Morbus Crohn. Prinzipiell sind bei einem solchen Verlauf sogenannte Immunsuppressiva die nächste Option.

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Wann ist eine Langzeittherapie bei Morbus Crohn notwendig?

Ziel einer Langzeittherapie bei Morbus Crohn ist es, die Ruhephase, in der sich die Erkrankung gerade befindet, zu erhalten. Das heißt, nach Abklingen eines akuten Schubs sollen für eine möglichst lange Zeit keine neuen Beschwerden mehr auftreten.

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Morbus Crohn beruhigt: Was tun, damit das auch so bleibt?

Kommt ein Morbus Crohn durch die Behandlung zur Ruhe, nennt man das im Mediziner-Jargon Remission. Dann stellt sich die Frage, ob und wie man diese Remission durch die Einnahme von Medikamenten erhalten soll.

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Morbus Crohn im Ruhezustand: Wie lange mit Azathioprin oder 6-Mercaptopurin weiterbehandeln?

Nachdem ein Morbus Crohn durch die Behandlung zur Ruhe gekommen ist (Remission), wird häufig eine sogenannte remissionserhaltende Therapie mit Azathioprin oder 6-Mercaptopurin empfohlen. Insgesamt sollte eine solche Behandlung mit Immunsuppressiva mindestens vier Jahre dauern.

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Wie kann eine Ansammlung von Eiter im Bauchraum (Abszess) behandelt werden?

Hat sich bei einem Morbus Crohn ein sogenannter Begleitabszess (eine Eiteransammlung) im Bauchraum gebildet, sollte dieser mit Antibiotika behandelt werden. Außerdem wird in der Regel versucht, den Eiter über einen Schlauch abzusaugen (Drainage).

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Wie können Verengungen im Darm behandelt werden?

Verengungen (Stenosen oder Strikturen) im Verdauungstrakt sind Komplikationen, die im Verlauf eines Morbus Crohn auftreten können. Führt die Verengung zu Beschwerden, wird in der Regel zunächst versucht, diese medikamentös zu behandeln.

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