Muss man bei Morbus Crohn dauerhaft Kortison einnehmen?

Nein. In der akuten Phase eines Morbus Crohn werden zwar oft Kortison-Präparate verschrieben, um den Schub einzudämmen. Als Dauertherapie ist Kortison aber nicht das Mittel der Wahl. Im Gegenteil, in der Schubvorbeugung wird ausdrücklich von der Dauertherapie mit den sogenannten Steroiden abgeraten. Zum einen, weil nicht belegt ist, dass Kortison-Präparate das Rückfallrisiko senken. Zum anderen wegen der auf Dauer zunehmenden Gefahr relevanter Nebenwirkungen.

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Das ändert aber nichts daran, dass Kortison während eines akuten Schubes oft die wirksamste Maßnahme ist. Durch seine ausgeprägten entzündungshemmenden Eigenschaften kann es die Beschwerden oft zügig lindern und ist in einer solchen, zeitlich abgesteckten Phase anderen Entzündungshemmern in der Gesamtbewertung (Wirkung und Nebenwirkungen) überlegen.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

Alle Fragen und Antworten dazu finden Sie hier:
Kortison: Wirkung und Nebenwirkungen

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