Wie kann es bei Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa zu einer Osteoporose kommen?

Unter einer Osteoporose versteht man eine Abnahme der Knochenmasse und damit der Knochendichte (Knochenschwund). Als Maßstab dienen dabei die alters- und geschlechtsspezifischen Normalwerte. Bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa besteht eine statistisch erhöhte Gefahr für eine Osteoporose.

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Zu wenig Kalzium und Vitamin D

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Das hat verschiedene Gründe. Zum einen kann die chronische Entzündung im Darm zu einer verminderten Aufnahme von Kalzium und Vitamin D aus der Nahrung führen. Und diese beiden Bausteine sind wichtig für einen gesunden Knochenstoffwechsel und eine ausreichende Knochenhärte. Aber auch die entzündlichen Prozesse selbst können mitunter über spezielle Botenstoffe einen Knochenschwund begünstigen. Und außerdem führt auch eine längerfristige Kortison-Behandlung zu einem Knochenabbau.

Das muss alles nicht passieren, wir sprechen hier lediglich über eine statistische Zunahme. Aber zumindest ist es sinnvoll, mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa die Knochen etwas regelmäßiger als sonst vom Arzt untersuchen zu lassen. Denn mit steigendem Verlust der Knochenmasse erhöht sich das Risiko für Knochenbrüche und Verformungen der Knochen.

Was sonst noch eine Osteoporose begünstigt

Die Entstehung einer Osteoporose hat verschiedene Ursachen und wird durch diverse Risikofaktoren beeinflusst. Unabhängig von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind dies:

  • höheres Alter
  • Hormonumstellung nach den Wechseljahren
  • vermehrtes Auftreten in der Familie
  • zu wenig Bewegung
  • geringes Körpergewicht
  • massiver Alkoholgenuss

Die mangelnde Bewegung kann natürlich auch durch Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa hervorgerufen werden. Ähnliches gilt für ein zu geringes Körpergewicht.

Autoren: Dr. med. Anne-Kristin Schulze &

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