Was ist eine axiale Arthritis?

Eine axiale Arthritis ist eine Entzündung der Wirbelsäulengelenke. Auch wenn das zunächst etwas merkwürdig klingt, ist das eine relativ häufige Begleiterscheinung bei Morbus Crohn. Die Entzündungsreaktion wandert dann quasi vom Darm in die Gelenke. Neben der axialen Arthritis gibt es auch noch eine periphere Arthritis, bei der es zu Gelenkentzündungen "abseits der Wirbelsäule", z.B. an Armen oder Beinen kommt.

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Bei der axialen Arthritis sind vor allem die Wirbelsäulengelenke zwischen Kreuz- und Dammbein (Ileosakralgelenk) betroffen. Eine solche Entzündung bezeichnen Ärzte deshalb als Sakroiliitis (zumindest, wenn sie nicht gelernt haben, verständlich zu sprechen).

Auch ein Morbus Bechterew, ebenfalls eine Entzündung vor allem der Wirbelsäulengelenke, kann im Zusammenhang mit einem Morbus Crohn häufiger vorkommen.

Eine Behandlungsmöglichkeit besteht in der Einnahme von sogenannten TNF-a-Antikörpern. Diese Medikamente richten sich gegen den Tumornekrosefaktor alpha (TNF-a), einem Bestandteil des Immunsystems. Sie wirken antientzündlich. Auch Krankengymnastik kann sinnvoll sein.

Autoren: Dr. med. Anne-Kristin Schulze &

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