Wie wirkt Weihrauch gegen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa?

Weihrauch, als Heilpflanze eingesetzt, hat eine entzündungshemmende Wirkung. Deshalb wird es seit geraumer Zeit in der Behandlung verschiedener Autoimmunerkrankungen getestet, unter anderem beim Morbus Crohn und bei Colitis ulcerosa.

Die bisher vorliegenden Studienergebnisse sind vielversprechend, dass Weihrauch-Extrakte bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa die Krankheitsaktivität eindämmen und die Beschwerden lindern können.

Weihrauch in Studien vergleichbar mit Aminosalicylaten

Zum Hintergrund: Wer eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa hat, kennt diese Beschwerden zur Genüge: Durchfälle, Bauchschmerzen, möglicherweise auch Entzündungen von Gelenken, Augen und Haut.

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Viele Betroffene haben schon eine ganze Reihe verschiedener Medikamente bekommen. Oft wird Kortison eingesetzt, das aber auf Dauer und bei entsprechenden Mengen schwerwiegende Nebenwirkungen hervorrufen kann. Viele Patienten, bei denen die Colitis ulcerosa oder der Morbus Crohn leicht bis mittelschwer ausgeprägt ist, nehmen sogenannte Aminosalicylate. Dazu gehören Mesalazin (z.B. Claversal®, Pentasa®, Salofalk®) und Sulfasalazin (z.B. Azulfidine®, Colo-Pleon®, Salazopyrine®). Einige der oben erwähnten Untersuchungen haben ergeben, dass Weihrauch-Extrakte ähnlich effektiv sind wie Aminosalicylate.

Schnellere Wirkung direkt im Darm

Die Weihrauch-Extrakte wirken in erster Linie dadurch, dass sie entzündungshemmend wirken. Und das im Idealfall in zwei Schritten: zunächst direkt im Darm (hier stellt sich meist recht schnell eine Besserung ein), dann aber auch – über die Blutbahn – im ganzen Körper (da dauert es etwas länger, bis sich ein Erfolg bemerkbar macht). Da die bisher vorliegenden Studien zur Wirksamkeit von Weihrauch bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen nur eine recht kleine Zahl an Patienten einschlossen, sind exaktere Aussagen zur Zeit noch nicht möglich.

Vergleichsweise wenige Nebenwirkungen

Fest steht jedenfalls, dass Weihrauch-Extrakte verglichen mit den üblichen Medikamenten bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa nur wenige Nebenwirkungen hervorrufen. Bei einigen Anwendern kommt es zu Bauchschmerzen oder Übelkeit. Aber das ist eher die Ausnahme.

Dosis sollte hoch genug sein

Wenn Sie einen Versuch mit Weihrauch starten, sollten Sie darauf achten, dass Sie eine ausreichende Menge nehmen, und zwar zwischen 1.000 und 3.600 mg pro Tag. Über die genaue Dosis sprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker. Am günstigsten ist es, wenn Sie die Kapseln zum Essen schlucken. Wichtig ist, dass die Mahlzeit in irgendeiner Form Fett enthält, denn dadurch kann der Wirkstoff besser resorbiert werden.

Welche Nachweise gibt es, dass Weihrauch bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa hilft?

Nun noch einmal genauer zu den bisher vorliegenden Studien. In den ersten Untersuchungen wurde Weihrauch vor allem mit Aminosalicylaten wie Mesalazin und Sulfasalazin verglichen. So bekamen in einer Untersuchung von 1997 Patienten mit Colitis ulcerosa 3 x 350 mg Weihrauch-Extrakt pro Tag. Bei 82% von ihnen gingen die Beschwerden zurück. Unter den Patienten, die Sulfasalazin eingenommen hatten, waren es 75%.

2001 gab es eine ähnliche Studie, allerdings mit Patienten mit einem aktiven Morbus Crohn. Dabei kam heraus, dass der Weihrauch-Extrakt dem Medikament Mesalazin gleichwertig ist. Darüber hinaus zeigte sich eine gute Verträglichkeit des Weihrauch-Präparats. Daher, so die Autoren, falle die Nutzen-Risiko-Bewertung günstiger für Weihrauch aus.

Fazit: Die vorliegenden Studienergebnisse sind vielversprechend

Die vorgestellten Studien liefern deutliche wissenschaftliche Belege, dass Verlauf den Verlauf und die Beschwerden bei Colitis ulcerosa und Morbus Crohn in vielen Fällen sehr positiv beeinflusst.

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Weitere Informationen zur Heilpflanze Weihrauch finden Sie hier.

Quellen wichtiger Studien:

  • Gupta I, Parihar A, Malhotra P, Singh GB, Lüdtke R, Safayhi H, Ammon HP: Effects of Boswellia serrata gum resin in patients with ulcerative colitis. 1997
  • Gerhardt H, Seifert F, Buvari P, Vogelsang H, Repges R: Therapy of active Crohn disease with Boswellia serrata extract H15. 2001.
  • Holtmeier W, Zeuzem S, Preiss J, Kruis W, Böhm S, Maaser C, Raedler A, Schmidt C, Schnitker J, Schwarz J, Zeitz M, Caspary W: Randomized, placebo-controlled, double-blind trial of Boswellia serrata in maintaining of Crohn's disease: good safety profile but lack of efficacy. 2011