Weihrauch, Omega 3 & Co: Welche naturheilkundlichen Stoffe können bei Morbus Crohn unterstützend helfen?

Die naturheilkundliche Medizin kennt eine Reihe von pflanzlichen Stoffen, die aufgrund ihrer entzündungshemmenden Wirkung Anwendung bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen finden können. Zu den bekanntesten Wirkstoffen zählt dabei der Weihrauch.

Weihrauch, Curcumin, Omega 3: Heilpflanzen als Entzündungshemmer

Die in der Weihrauchrinde enthaltenen Boswelliensäuren haben durch ihre antientzündliche Wirkung auch in Studien an Patienten mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa vielversprechende Wirkung gezeigt. Die Boswelliensäuren haben inhibitorische (hemmende) Effekte auf die Bildung von Leukotrienen und senken so die Entzündungsaktivität. Hierbei muss bei der Therapieplanung und Auswahl der Medikamente jedoch auf den tatsächlichen Gehalt an Boswelliensäuren und eine ausreichende Dosierung geachtet werden. Weitere Informationen zur Heilpflanze Weihrauch finden Sie hier.

Andere Beispiele für pflanzliche Entzündungshemmer sind die Myrrhe, Gelbwurz (Curcuma) oder Heidelbeer-Extrakte. Das in der Gelbwurz enthaltene Curcumin beispielsweise zeigt bei Patienten mit leichter bis moderater Colitis ulcerosa vielversprechende Wirkung im Remissionserhalt.

Ebenfalls antientzündlich wirken Omega-3-Fettsäuren, die sich in höherem Mengen in Ölen wie Leinöl oder Walnussöl oder Fischen wie Hering und Makrele finden. Viele dieser Stoffe lassen sich über die Nahrung in den täglichen Speiseplan integrieren, bei manchen naturheilkundlichen Stoffen findet man die erforderlichen Dosen eher in Kapseln oder Extrakten.

Autorin: Prof. Dr. med. Julia Seiderer-Nack

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Was passiert im Darm?
Neues Wissen für mehr Darmgesundheit - Darmbarriere, Bauchhirn und die richtige Ernährung
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Der große Patientenratgeber
Morbus Crohn und Colitis ulcerosa
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