Was sind ein Ileostoma, ein Jejunostoma und ein ileoanaler Pouch?

In Einzelfällen kann es bei Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn notwendig werden, so große Abschnitte des Dickdarms zu entnehmen, dass ein künstlicher Darmausgang gelegt werden muss. Dieser wird als Anus praeter oder Stoma bezeichnet.

Die genaue Bezeichnung des Stomas hängt davon ab, an welcher Stelle der Darm mit dem künstlichen Ausgang verbunden ist. Bei einem Ileostoma endet der Darm mit dem unteren Teil des Dünndarms, dem Ileum. Liegt das Ende des Darms im höher gelegenen Dünndarmabschnitt Jejunum, spricht man von einem Jejunostoma.

Daneben gibt es die Möglichkeit, nach Entnahme des Dickdarms eine Verbindung zwischen Dünndarm und After (Anus) herzustellen. Damit lässt sich die Anlage eines dauerhaften künstlichen Darmausgangs vermeiden. Dieses Verfahren nennt man ileoanaler Pouch oder ileo-pouch-anale Anastomose (IPAA).

Autorin: Dr. med. Anne-Kristin Schulze

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