Colitis ulcerosa: Operationen

Wann ist bei Colitis ulcerosa eine Operation sinnvoll? Droht danach ein künstlicher Ausgang? Um solche Fragen geht es in diesem Kapitel.

Wann wird bei Colitis ulcerosa operiert?

Eine Operation der Colitis ulcerosa ist in jedem Fall erforderlich in Notfallsituationen wie Darmdurchbruch und lebensgefährlichen Blutungen. Auch bei einem Schub mit sehr starken Beschwerden (fulminanter Schub), der sich durch Medikamente nicht behandeln lässt, raten die Ärzte in der Regel zu einer Operation.

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Was versteht man unter der Operation "restaurative Proktokolektomie mit ileo-pouch-analer Anastomose" (IPAA)?

Hinter dieser kryptischen Bezeichnung verbirgt sich ein gängiges Operationsverfahren bei Colitis ulcerosa. Dabei entfernen die Chirurgen Grimmdarm (Kolon) sowie Mastdarm (Rektum) und stellen die Verbindung zwischen den oberen und unteren Darmabschnitten wieder her (Anastomose).

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Dickdarm-Entfernung: Was bedeutet das für den Alltag?

Der Dickdarm sorgt vor allem dafür, dass der Nahrungsbrei fester wird, indem er diesem zwischen 1 und 1,5 Liter Wasser entzieht. Die operative Entfernung des Dickdarms führt deshalb in erster Linie dazu, dass der Stuhl flüssiger wird und den Darm schneller passiert.

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Mit welchen Beeinträchtigungen muss ich nach einer Darmoperation rechnen?

Eine Darmoperation bei der Colitis ulcerosa bedeutet meist, dass Darmabschnitte herausgenommen oder verlegt werden. Solche Eingriffe können sich unter Umständen auf die Verdauungsvorgänge und den Stuhlgang nach der Operation auswirken.

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Wie erfolgt der Kostaufbau nach Darmoperationen?

Nach der operativen Entfernung oder Verlegung von Darmabschnitten muss ein bedachtsamer Kostaufbau vorgenommen werden, um die verbliebenen Darmabschnitte langsam an ihre (neuen) Aufgaben heranzuführen. Grundsätzlich ist unmittelbar nach dem Eingriff eine leicht verdauliche Nahrung wichtig.

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Was sind ein Ileostoma, ein Jejunostoma und ein ileoanaler Pouch?

In Einzelfällen kann es bei Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn notwendig werden, so große Abschnitte des Dickdarms zu entnehmen, dass ein künstlicher Darmausgang gelegt werden muss. Dieser wird als Anus praeter oder Stoma bezeichnet.

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Dickdarm entfernt, künstlicher Darmausgang: Wozu dient danach die Ernährungstherapie?

Wenn aufgrund von einer chronischen Darmentzündung (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) große Teile des Dickdarms entnommen werden müssen, muss sich die Verdauung erst an die neue Situation gewöhnen. Um diese Phase zu überbrücken, wird oft eine sogenannte Ernährungstherapie notwendig, mit der bestimmte Nährstoffe über Infusionen zugeführt werden.

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Stoma oder Pouch: Wie lange dauert es, bis sich die Verdauung wieder normalisiert?

Wenn der Dickdarm entnommen wird, müssen die Operateure eine künstliche Verbindung zwischen Dünndarm und Haut (Ileostoma) oder Dünndarm und After (ileoanaler Pouch) aufbauen. Danach muss der verbliebene Dünndarm erst lernen, die früheren Aufgaben des Dickdarms mit zu übernehmen.

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Stoma, Pouch, flüssiger Stuhl: Welche Nahrungsmittel sind hilfreich?

Nach einer Darmoperation und Anlage eines künstlichen Darmausgangs (Stoma) oder einer Dünndarm-After-Verbindung (Pouch) kommt es häufig zu vermehrten flüssigen Stühlen. Wenn das passiert, sollten Sie Ihren Speiseplan mit Nahrungsmitteln anreichern, die dem Stuhl Wasser entziehen und ihn damit verfestigen.

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Stoma oder Pouch: Was und wie viel sollte man trinken?

Ein künstlicher Darmausgang oder ein ileoanaler Pouch (Kurzschluss zwischen Dünndarm und After) änden nichts daran, dass der tägliche Bedarf an Flüssigkeit bis zu drei Liter beträgt. Empfehlenswerte Getränke sind beispielsweise Tee, verdünnte Säfte oder stilles Mineralwasser.

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Wie kann nach operativer Entfernung des Dickdarms ein Natriummangel verhindert werden?

Wenn der Dickdarm operativ entfernt und ein Stoma oder Pouch angelegt wurde, kann es manchmal zu einer verminderten Natriumaufnahme über den Darm kommen. Wird ein zu geringer Natriumspiegel festgestellt, ist das beste Gegenmittel eine erhöhte Zufuhr von Kochsalz.

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Wie sollte man sich nach der Entfernung des Dickdarms ernähren?

Ist der Dickdarm operativ entfernt und ein Pouch oder künstlicher Darmausgang gelegt worden, ist gut verträgliche leichte Vollkost die beste Wahl. Ideal ist dabei eine ballaststoffreiche Kost, bei der viel Obst, Gemüse und Vollkornkost auf den Tisch kommen. Ballaststoffe können nämlich den Stuhl verfestigen und außerdem Gallensäuren binden.

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Künstlicher Darmausgang: Was sollte man nicht essen?

Wenn ein künstlicher Darmausgang angelegt wurde, wird empfohlen, Nahrungsmittel zu meiden, die das Stoma verstopfen oder den Bereich um das Stoma herum reizen können. Zu nennen sind hier insbesondere Obst mit harten Schalen und Gemüse mit langen Fasern.

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Wie lassen sich bei einem künstlichen Darmausgang Nährstoffverluste ausgleichen?

Wurde ein künstlicher Darmausgang gelegt, kann es manchmal zu Verlusten an Nährstoffen kommen. Dies gilt vor allem in der Anfangsphase nach der Operation und wenn auch größere Dünndarmabschnitte entnommen wurden. Aber auch bei anhaltenden starken Durchfällen und bei hoher Ausscheidung über das Stoma sind Nährstoffverluste möglich.

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