Auf welche Weise wirkt Kurkuma gegen Colitis ulcerosa?

Der Kurkuma-Wirkstoff Curcumin stärkt das Immunsystem und wirkt antioxidativ. Zudem kann er aufgrund seiner entzündungshemmenden Eigenschaften bei Colitis ulcerosa helfen.

Der Pflanzenstoff aus der Curry-Pflanze hemmt die Aktivität bestimmter Enzyme (wie Cyclooxygenase-2, Lipoxygenase und NO-Synthase), die bei Entzündungsprozessen im Körper ausgeschüttet werden. Wissenschaftliche Studien konnten schon Anfang der 1970er Jahre zeigen, dass Curcumin – zumindest im Tierversuch – sowohl bei akuten als auch bei chronischen Entzündungen hilft. In den letzten 10 Jahren folgten auch Studien an Patienten mit Colitis ulcerosa.

Rückfallrate in Studie reduziert

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In einer 2006 durchgeführten Studie stellten japanische Forscher fest, dass Curcumin die Gefahr eines Rückfalls bei Colitis ulcerosa reduzieren kann. Die sogenannte Remission nach einem Schub (Ruhephase) hielt also im Schnitt länger an. Zudem nahm die Anzahl der Stühle sowie das Auftreten blutiger Durchfälle ab. Eine Prüfung der Laborwerte und die durchgeführten Darmspiegelungen zeigten, dass Curcumin bei einem Teil der Patienten tatsächlich die Entzündung im Darm eingedämmt hatte.

Die Studie legt nahe, dass Curcumin effektiv dazu beitragen kann, den erneuten Ausbruch einer ruhenden Colitis ulcerosa zu verzögern und die Symptome einer bestehenden Darmerkrankung zu lindern. Aufgrund dieser überzeugenden Ergebnisse wird Curcumin in den ärztlichen Behandlungsleitlinien „Diagnostik und Therapie der Colitis ulcerosa“ mittlerweile als Ergänzung zur Basistherapie mit Mesalazin oder Sulfasalazin empfohlen.

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Autoren: Nina Peterz & Dr. med. Jörg Zorn