Ist eine Magen-Darm-Spiegelung für Kinder nicht besonders schlimm?

Nein, zumindest dann nicht, wenn man ein wenig Vorsorge trifft. Eine Magen-Darm-Spiegelung ist auch für Kinder normalerweise zwar nicht wirklich schmerzhaft. Aber sie ist unangenehm. Je nach Alter und Verständnisfähigkeit des Kindes kann diese ärztliche Maßnahme deshalb zur traumatischen Erfahrung werden.

Um dies zu vermeiden, werden den kleinen Patienten meist vorher Schmerz- oder Beruhigungsmittel gegeben, die das Erlebnis sehr viel weniger dramatisch machen. Mitunter wird die Untersuchung auch unter Narkose durchgeführt.

Die schlauchartigen, biegsamen Geräte (Endoskope) dienen bei Darmerkrankungen wie etwa der Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn zur Diagnose und Überwachung des Krankheitsverlaufs. Mit der Magen- oder Darmspiegelung ist nicht nur der Blick ins Innere von Magen und Darm möglich, sondern gleichzeitig können aus krank oder verdächtig erscheinenden Bereichen Gewebeproben entnommen werden.

Autor: Dr. Hubertus Glaser