Warum sind Models alles andere als gute Vorbilder?

Weil sie unterernährt sind. Zumindest die meisten. Und zwar in einem Maße, das meist irgendwo zwischen stark gesundheitsgefährdet bis ernsthaft krank liegt.

Es gibt dazu ein paar ganz eindrucksvolle Zahlen. Die Schönheitsköniginnen der 1920er Jahre hatten fast alle einen Body-Mass-Index (BMI, ein wissenschaftliches Maß für das Körpergewicht) zwischen 20 und 25. Und genau diese Spanne gilt als "normal" und gesund. Bei den heutigen Models liegt der BMI-Schnitt laut einer aktuellen Studie bei 18,5. Das ist hauchdünn über der Grenze, ab der man von Magersucht spricht.

Viele Models medizinisch betrachtet krank

Noch eine Zahl: In den 70er und 80er Jahren wogen Models im Schnitt 8% weniger als die Allgemeinbevölkerung. Heute sind es 25% weniger! Und das nicht, weil alle anderen dicker geworden sind.

Und eine dritte Zahl: Der Körperfettanteil sollte bei Frauen aus medizinisch-gesundheitlicher Sicht 25% betragen. Bei den Models liegt dieser Wert der oben genannten Studie zufolge bei 10%!

De facto muss man davon ausgehen, dass etwa jedes zweite Model schwer essgestört ist – oder sich zumindest so verhält. Sowohl den Models als auch uns allen muss man dringend wünschen, dass dieser übertriebene Schlankheitswahn bald gesellschaftlich genauso geächtet wird wie starkes Übergewicht.

Im übrigen sieht man all die unterernährten Frauen, die wir so anhimmeln, nicht nur auf den Titelseiten der Zeitschriften und im Fernsehen. Man sieht sie auch im Schaufenster. Die Schaufensterpuppen von heute sind im Schnitt so dünn, dass sie eigentlich dringend ins Krankenhaus müssten.

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