Ziehen Essgestörte aus ihrer Krankheit einen Gewinn?

In gewisser Weise erleben viele Menschen mit Krankheiten, dass ihre Krankheit nicht nur Nachteile mit sich bringt. Auch Patienten mit Magersucht oder Bulimie erleben möglichweise durch die Besorgnis bei Freunden, Eltern oder Angehörigen ein höheres Maß an Aufmerksamkeit.

Sie erhalten vielleicht mehr Zuwendung, andere nehmen mehr Rücksicht und bestimmte Pflichten müssen nicht mehr übernommen werden. Bei solchen die Krankheit aufrecht erhaltenden Bedingungen spricht man von sekundärem Krankheitsgewinn.

Ein primärer Krankheitsgewinn liegt vor, wenn aus der Krankheit direkte innere Vorteile entstehen. Ein Fressanfall und anschließendes Erbrechen etwa könnte einen von Bulimie betroffenen Patienten daran hindern, sich auf eine unangenehme Prüfung vorzubereiten. Dem primären Krankheitsgewinn liegen oft innere Konflikte zugrunde.

Autorin: