Gibt es familiäre Strukturen, die eine Magersucht oder Bulimie begünstigen?

Die Familien essgestörter Patienten haben sicher nicht alle die gleichen oder sich ähnelnde Strukturen, so dass sich diese Frage nicht pauschal beantworten lässt. Aber es gibt Studien zufolge zumindest bestimmte Familienmerkmale, die die Entwicklung einer Magersucht zu fördern scheinen.

Überzufällig häufig kommen Mädchen mit Magersucht oder Bulimie zum Beispiel aus gebildeten und leistungsorientierten Familien. Häufig herrscht auch ein ausgeprägtes Harmoniebedürfnis: Konflikte und Auseinandersetzungen werden vermieden. Magersüchtige Patienten erfuhren häufig eine übermäßige Behütung.

Nicht selten halten oder hielten Familienmitglieder wiederholt Diäten. Essgestörte Patienten haben in ihrer Kindheit oder Jugend auch im Schnitt häufiger Kritik an Essverhalten, Figur oder Gewicht erhalten.

Bei bulimischen Patienten konnte nachgewiesen werden, dass häufiger Eheprobleme der Eltern vorliegen als in der "Normalbevölkerung".

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