Ursachen für Magersucht & Bulimie

Stimmt es, dass Essstörungen wie Magersucht und Bulimie meist psychisch bedingt sind? Welche Rolle spielen die Gene oder die Eltern? Ist immer ein geringes Selbstwertgefühl im Spiel? Diese und weitere Fragen zu den Ursachen einer Essstörung sollen hier beantwortet werden.

Welche Ursachen stecken hinter der Magersucht?

Das gestörte Essverhalten ist Symptom tiefer liegender Probleme und Konflikte. Die zugrundeliegenden Probleme sind jedoch individuell unterschiedlich und meist nicht so leicht zu erkennen oder gar zu ändern.

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Gibt es einen Zusammenhang zwischen Traumata und Essstörungen?

Essstörungen im Allgemeinen, aber darunter natürlich auch die Magersucht (Anorexie nervosa), gehen recht häufig mit anderen psychischen Erkrankungen einher. Komorbidität heißt das in der Fachsprache. Komorbiditäten sind Begleiterkrankungen, die in Zusammenhang mit der Grunderkrankung gebracht werden können. Bei Magersucht und Bulimie spielen hier besonders vorangegangene Traumatisierungen eine bedeutende Rolle.

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Wieso steigert Perfektionismus das Risiko an Anorexie zu erkranken?

Wir alle kennen den Drang danach, etwas perfekt zu machen, besser als jemand anderes zu sein und sich selbst etwas beweisen zu wollen. Zumindest vereinzelt erlebt solche Gedanken jeder einmal.

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Spielt Vererbung bei der Entwicklung einer Magersucht oder Bulimie eine Rolle?

Neben individuellen und gesellschaftlichen Faktoren scheint die Veranlagung für Essstörungen eine gewisse Rolle zu spielen. Dies zumindest ergaben Zwillingsstudien.

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Handelt es sich bei der Magersucht und Bulimie tatsächlich um eine Sucht?

Bei der Magersucht und Ess-Brech-Sucht (Bulimie) ist das Essverhalten tatsächlich suchtartig gestört. Die Gewichtsabnahme bei Magersucht oder das Unterlassen der zwanghaften Fressattacken mit anschließenden Maßnahmen der Gewichtskontrolle der Bulimie lösen große Angst aus, ganz ähnlich wie die Ängste anderer Suchtkranker, deren Suchtmittel entzogen wird.

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Ist Magersucht ansteckend?

Magersucht wird nicht durch Krankheitskeime übertragen und ist insofern natürlich nicht ansteckend. Tatsächlich stecken sich manche Mädchen aber mit ihrem Schlankheitswahn gegenseitig an.

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Stimmt es, dass Magersucht- oder Bulimie-Patientinnen mit ihrer Rolle als Frau Probleme haben?

Immer wieder wird postuliert, dass magersüchtige Mädchen und Frauen die Frauenrolle ablehnen und gegen diese rebellieren. Tatsächlich sind viele Betroffene froh, dass die Periode ausbleibt und weibliche Formen aufgrund des starken Untergewichts verschwinden.

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Stimmt es, dass Magersüchtige vor dem Erwachsenwerden flüchten?

Es gibt zumindest einige Experten, die das so sehen. Insbesondere, wenn man sich der Entstehung einer Magersucht psychoanalytisch nähert, ergibt diese Annahme auch durchaus Sinn.

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Gibt es familiäre Strukturen, die eine Magersucht oder Bulimie begünstigen?

Die Familien essgestörter Patienten haben sicher nicht alle die gleichen oder sich ähnelnde Strukturen, so dass sich diese Frage nicht pauschal beantworten lässt. Aber es gibt Studien zufolge zumindest bestimmte Familienmerkmale, die die Entwicklung einer Magersucht zu fördern scheinen.

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Tragen die Eltern an der Essstörung ihres Kindes Schuld?

Nein, von Schuld zu sprechen, macht wenig Sinn. Und es wäre, selbst wenn elterliche Strukturen im Einzelfall eine Rolle spielen, auch ungerecht. Alle Eltern wünschen ihren Kindern das Beste und versuchen ihr Möglichstes.

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Welche Sportarten oder anderen Aktivitäten erhöhen bei Jugendlichen das Risiko für eine Magersucht?

Eine der wesentlichen Ursachen der Magersucht (und vor allem ihrer Zunahme) ist der weit verbreitete Schlankheitswahn in unserer Gesellschaft. "Superschlank sein" steht für Erfolg und Anerkennung. "Wer dick ist, steht auf der Verliererseite.

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Stimmt es, dass essgestörte Patienten überzufällig häufig Erfahrungen mit Missbrauch gemacht haben?

Tatsächlich haben essgestörte Patienten häufiger als Personen ohne Essstörungen Erfahrungen mit sexuellem Missbrauch gemacht. Dies ergaben Studien.

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Welchen "Zweck" erfüllt die Essstörung bei den Erkrankten?

Mit der Kontrolle von Menge und Art der Nahrungsaufnahme bei Magersucht und Bulimie haben Essgestörte auch das Gefühl der Kontrolle von Gefühlen und hier vor allem von unerwünschten, als negativ empfundenen Gefühlen.

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Ziehen Essgestörte aus ihrer Krankheit einen Gewinn?

In gewisser Weise erleben viele Menschen mit Krankheiten, dass ihre Krankheit nicht nur Nachteile mit sich bringt. Auch Patienten mit Magersucht oder Bulimie erleben möglichweise durch die Besorgnis bei Freunden, Eltern oder Angehörigen ein höheres Maß an Aufmerksamkeit.

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Stimmt es, dass homosexuelle Jugendliche häufiger eine Magersucht entwickeln?

Ja, und zwar deutlich. In einer Untersuchung zu diesem Thema waren 53% aller Jungs und Männer mit Essstörungen homosexuell. Das ist enorm viel, wenn man sich vor Augen führt, dass die Gesamthäufigkeit der Homosexualität nur bei 1-5% liegt.

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