Magersucht und Bulimie: Gibt es für Angehörige Hilfsmöglichkeiten und Unterstützung?

Es gibt in fast allen Städten und Regionen Selbsthilfegruppen für Angehörige essgestörter Patienten. Also vor allem für Eltern von Kindern mit Magersucht oder Bulimie. Erkundigen Sie sich über solche Gruppen am besten bei Ihrem Hausarzt oder bei Beratungsstellen für Essstörungen.

Für die meisten Eltern oder Angehörigen ist es sehr sinnvoll, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Gerade weil der Umgang mit der Erkrankung im Alltag oft so schwierig ist und man dabei auch zu eigenem Fehlverhalten neigt, hilft es oft, sich mit Anderen darüber zu unterhalten.

Möglich ist auch, selbst eine Psychotherapie zu beginnen und mit einem Therapeuten über die Dinge zu sprechen, die einen belasten. Darüber hinaus gibt es Organisationen wie ANAD e.V., die Seminare für Eltern und Angehörige veranstalten. Nicht zuletzt bietet sich eine Familientherapie an, wenn die Ursache der Essstörung mit der familiären Situation in Zusammenhang steht.

Autorin: Dr. med. Julia Hofmann