Magersucht: Wo kann man als Angehöriger oder Freund Informationen bekommen?

Es gibt zum Thema Magersucht und Bulimie fast in jeder Stadt Beratungsstellungen oder andere Organisationen, die sich mit Essstörungen auskennen. In den größeren Städten sogar mehrere. Hinzu kommen die Selbsthilfegruppen, die meist ebenfalls mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Normalerweise sollte Ihnen eine einfache Google-Suche genügen, um die jeweiligen Kontaktadressen in Ihrer Region herauszufinden. Falls das nicht fruchtet, wissen auch die meisten Hausärzte, an wen man sich wenden kann. Und psychotherapeutisch orientierte Ärzte natürlich auch-

Im Internet bieten verschiedenste Seiten umfassende Informationen dazu an. Adressen von Beratungsstellen finden sich z.B. unter www.magersucht-online.de.

Beratung lohnt sich – und schützt vor Missverständnissen

Wir können Ihnen nur empfehlen, diese Beratungsangebote tatsächlich zu nutzen – egal, ob Sie nun Eltern, Partner oder gute Freunde sind. Denn gerade, wenn man zuvor mit Magersucht oder Bulimie noch nicht in Berührung gekommen ist, ist die Gefahr von Missverständnissen und Fehldeutungen groß. Missverständnisse in dem Sinne, dass bestimmte Verhaltensweisen der Betroffenen völlig falsch interpretiert werden. Das fängt schon damit an, dass der naheliegende, "vernünftige" Ansatz "Aber Du musst doch jetzt damit aufhören" vollkommen sinnlos ist, solange die Ursache der Erkrankung nicht therapeutisch bearbeitet wird. Und es geht weiter damit, dass abgrenzendes Verhalten und Notlügen der Betroffenen oft persönlich genommen werden, was dann wieder zu Verletzungen führt, die gar nicht notwendig wären, könnte man sie besser einordnen.

Fazit: Wenn Sie helfen wollen, macht es ausgesprochen viel Sinn, sich umfassend über diese Erkrankungen zu informieren.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn