Umgang mit Magersucht und Bulimie

Wie soll man damit umgehen, dass die magersüchtige Tochter sich gar nicht als krank ansieht? Wo kann man sich als Angehöriger oder Freund von Magersucht- oder Bulimie-Patienten beraten lassen? Können Eltern ihre Kinder zu einer Therapie zwingen? Um solche Fragen geht es in diesem Kapitel.

Magersucht oder Bulimie: Wem soll man sich anvertrauen?

Viele Menschen mit Magersucht oder Bulimie haben Angst oder Bedenken, sich Eltern, Familie oder Freunden anzuvertrauen und verheimlichen diesen deshalb die Krankheit. Das ist sehr gut nachvollziehbar, denn wer berichtet schon gern über ein "peinliches" oder tabuisiertes Problem. Und tatsächlich gelingt es gerade den Eltern längst nicht immer, auf diese Neuigkeit sofort gefasst und sachlich zu reagieren. Auch das ist gut verständlich, macht den Schritt aber nicht einfacher (auch wenn er richtig wäre).

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Magersucht: Wie kann ich als Angehöriger am besten Unterstützung leisten?

Einen nahestehenden Menschen leiden zu sehen, ist für niemanden gut erträglich. Besonders schlimm ist es jedoch, jemanden augenscheinlich beim Verhungern zusehen zu müssen, wie das bei der Magersucht im Extremfall durchaus passieren kann.

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Magersucht: Wo kann man als Angehöriger oder Freund Informationen bekommen?

Es gibt zum Thema Magersucht und Bulimie fast in jeder Stadt Beratungsstellungen oder andere Organisationen, die sich mit Essstörungen auskennen. In den größeren Städten sogar mehrere. Hinzu kommen die Selbsthilfegruppen, die meist ebenfalls mit Rat und Tat zur Seite stehen.

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Magersucht und Bulimie: Kann man sich auch anonym informieren?

Ob Sie nun Eltern, Partner oder Freunde sind: Wenn Sie Fragen zur Magersucht und Bulimie haben und sich zunächst lieber anonym von Fachleuten beraten lassen möchten, sind Sie beim "Beratungs- und Informationsserver zu Essstörungen" gut aufgehoben. Kostenfrei und anonym bietet das Beratungsportal "www.ab-server.de" individuelle Beratungen durch erfahrene Psychotherapeuten an.

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Müssen die Eltern von einer Therapie der Magersucht oder Bulimie erfahren?

Diese Frage stellt sich manch eine Betroffene, weil es ihr unangenehm ist, ihre Eltern oder Freunde einzuweihen. Allerdings kann diese Geheimhaltung meist ohnehin nicht lange aufrechterhalten werden und ist auch nicht sinnvoll.

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Magersucht: Erfahren die Eltern von dem Besuch in einer Beratungsstelle?

Nein, Kinder und Jugendliche, die sich wegen Magersucht oder Bulimie beraten lassen möchten, können das auch ohne Kenntnis der Eltern tun. Die Mitarbeiter der Beratungsstellen sind an die Schweigepflicht gebunden.

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Ist Fürsorge richtig oder falsch, um seinen Liebsten mit Magersucht zu helfen?

Wenn das eigene Kind oder der Partner an Magersucht erkrankt, ist der natürlichste Instinkt der Welt, rasch helfen zu wollen. Man kann ja nicht tatenlos zusehen, wie sich seine Liebste (und zunehmend häufig auch sein Liebster) sichtbar zum Skelett runterhungert. Aber leider kann das, was man dann als Eltern oder Freund am meisten will, nämlich fürsorglich in die Arme nehmen und aktiv mithelfen beim Gegensteuern, mitunter genau das Gegenteil auslösen.

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Wie sollen Familie, Partner oder Freunde mit Magersucht- oder Bulimie-Patienten umgehen?

Die Konfrontation mit einer Essstörung bei einem Menschen, der einem nahe steht, verunsichert die meisten zuerst. Unverständnis steht dem Kontakt und der Kommunikation mit dem Erkrankten im Wege. Deshalb sollte der erste Schritt sein, sich Informationen über Magersucht bzw. Bulimie einzuholen.

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Magersucht oder Bulimie: Wie kann man den Betroffenen am ehesten helfen?

Um das Essverhalten von Menschen mit Magersucht oder Bulimie zu verändern, braucht es in der Regel eine länger andauernde Therapie. Auch wenn Sie dem oder der Betroffenen sehr nahe stehen, wenn es sich zum Beispiel um Ihre Tochter handelt, können Sie das Essverhalten Ihrer Liebsten kaum beeinflussen. Das gelingt sehr viel eher "neutralen" und fachkundigen Therapeuten.

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Magersucht: Sollte die Familie in die Behandlung einbezogen werden?

Bei der Behandlung von Magersucht oder Bulimie stellt sich in der Regel irgendwann die Frage, ob nicht die Eltern oder andere Familienangehörige an den Therapiesitzungen teilnehmen sollten. Nicht immer ist das möglich, aber in den meisten Fällen ist es sinnvoll.

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Kann oder soll man Menschen mit Magersucht zum Essen zwingen?

Grundsätzlich kann man niemanden zu einer Behandlung oder zum Essen zwingen. Bei Menschen mit Magersucht oder Bulimie würde das auch wenig bringen, solange die Ursache der Essstörung nicht angegangen wird.

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Magersucht: Können die Eltern ihr Kind zu einer Therapie zwingen?

Nein. Auch wenn die Eltern von Kindern mit Magersucht oder Bulimie den völlig verständlichen Drang haben, sofort eine Behandlung zu starten – erzwingen können sie es nicht. Die einzige Ausnahme sind lebensbedrohliche Krisensituationen.

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Was soll man tun, wenn Menschen mit Magersucht Selbstmordgedanken haben?

Berichtet Ihnen Ihr Kind oder eine anderweitig nahestehende Person mit Magersucht oder Bulimie von Selbstmordgedanken, dann sollten Sie das in jedem Fall ernst nehmen. Das gilt auch für andere selbstgefährdende oder fremdgefährdende Gedanken oder Taten.

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Magersucht und Bulimie: Gibt es für Angehörige Hilfsmöglichkeiten und Unterstützung?

Es gibt in fast allen Städten und Regionen Selbsthilfegruppen für Angehörige essgestörter Patienten. Also vor allem für Eltern von Kindern mit Magersucht oder Bulimie. Erkundigen Sie sich über solche Gruppen am besten bei Ihrem Hausarzt oder bei Beratungsstellen für Essstörungen.

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