Was erwartet Patienten mit Magersucht oder Bulimie im Krankenhaus?

Der erste Tag im Krankenhaus ist meist sehr aufregend und verunsichert viele Patienten. Was erwartet mich? Wann beginnen welche Therapien? Wer sind die Mitpatienten? Sind Ärzte und Therapeuten nett? Fragen über Fragen!

Doch zunächst einmal geht es langsam los. Der Patient muss aufgenommen werden. Eine körperliche Untersuchung ist ebenso nötig wie eine Anamnese, d.h. die Erhebung der Krankengeschichte. In psychosomatischen Abteilungen sind darüber hinaus eine längere biografische Anamnese sowie verschiedene Tests, z.B. Persönlichkeitstests, Stimmungstests u.a. üblich. Einige Tests werden sogar wöchentlich erhoben, um den Verlauf beurteilen zu können. Allein mit den verschiedenen Tests kann ein Patient innerhalb der ersten Tage ganz gut beschäftigt sein.

In den ersten Tagen sind in der Regel noch nicht alle Therapien festgesetzt, so dass Patienten zuerst eine oder zwei Behandlungsformen kennenlernen. Zunächst müssen Ärzte und Therapeuten die Diagnose sichern und mit dem Patienten auch Therapievereinbarungen treffen, um ein Gesamtbehandlungsprogram zu erstellen.

Die ersten Tage sind auch wichtig, um sich einzurichten, die Station und das Personal sowie den Tagesablauf auf der Station kennenzulernen. Zudem kann man erste Kontakte zu anderen Patienten knüpfen.

Autorin:

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Kommentare (2)
Danke für Deinen sehr einfühlsamen Bericht
2 Dienstag, den 07. April 2015 um 05:01 Uhr
Redaktionsteam
Hallo Julia,

das kann Dir die Frau Doktor leider hier nicht beantworten, ohne dich persönlich zu kennen. Schon aus rechtlichen Gründen nicht. Das musst Du bitte mit Deinem Arzt oder Psychologen zuhause besprechen. Auf jeden Fall kann man eine Bulimie wieder loswerden, auch wenn es dir jetzt vielleicht sehr schwer erscheint. Auch auf dieser Seite findest Du einiges dazu.
Liebe Grüße und alles Gute
Dein Redaktionsteam
bulimie
1 Montag, den 06. April 2015 um 21:26 Uhr
Julia
Liebe frau dc.
Ich leide selbst unter der Bulimie. bin (13)
Ich habe 3 Monate lang das für mich behalten, niemand wusste etwas davon. Doch in der 7. Klasse, haben HE, hier habe ich meiner Lehrerin das zum ersten mal erzählt. Ich fühlte mich nicht wohl dabei, aber einen anderen Weg darüber mich zu infomieren wusste ich nicht. Sie schaute erschrocken zunächst, ich stand an der Wand und fühlte mich sehr getränkt. Weil sie fragte mich wegen meinem physischen Problem und wie lange ich das schon habe? Ich antwortete und ging dann in die Pause.
Sie schlug mir vor, damit zu einem Vertrauensslehrer zu gehen, ich war dann bei einer Vertrauensslehrerin und sie machte mir dann einen Termin bei der Psychologin .
Zuerst war das von der Schule aus. J.z. privat.
Es war dann 1 Monat vergangen, ich zitterte am ganzen Körper, mir war oft schwarz vor Augen und ich hatte kein Bock mehr auf irgendwas. Und mir war kalt am ganzen Körper, fühlte mich schwach und so....... . Bis es so schlimm war, dass die Lehrer den Krankenwagen riefen.
Ich war zunächst im Krankenzimmer mit meiner Lehrerin. Der Englischlehrer von mir erklärte mir alles und beruhigte mich dann. Als der Sanitäter da war, wurden Blutzuckerwerte getestet und Blutdruck gemacht.
Im Krankenhaus musste ich nur eine halbe Stunde max. warten, weil es mir sehr schlecht ging.
Die Nacht dort war sehr schlimm, ich hatte Bauchschmerzen und Schwindel so wie in der Schule.
Am nächsten Tag kam ich um 16:00 Uhr raus zum Glück.
Habe eine Frage an sie?
Wie kann man die Bulimie los werden?