Können Patientinnen mit Magersucht oder Bulimie ein Kind bekommen?

Solange Frauen mit einer Magersucht oder Bulimie regelmäßig ihre Periode bekommen, können sie auch schwanger werden und ein Kind bekommen. Ob dies allerdings bei dem vorliegenden Untergewicht und der Mangelernährung oder den Fressattacken mit Erbrechen und anderen gewichtsreduzierenden Maßnahmen sinnvoll ist, ist fraglich.

Denn zum einen ist natürlich die Entwicklung des Kindes im Mutterleib gefährdet, wenn die Mutter an einer Essstörung leidet. Ist die Mutter mangelernährt, wird auch das ungeborene Kind nicht genug Nährstoffe erhalten, um sich gesund zu entwickeln.

Ehrlich hinterfragen – dem gesunden Kind zuliebe

Zum anderen muss man sich als betroffene Frau ehrlich die Frage stellen, wie man mit der Gewichtszunahme zurechtkommen würde. Die ist ja in der Schwangerschaft nicht mehr zu vermeiden. Und wenn dann während der Schwangerschaft die Magersucht nicht beherrschbar ist, entsteht große Gefahr für das Kind.

Nicht zuletzt sollten Sie auch die Vorbildfunktion in punkto Essen nicht vergessen. Nur Eltern, die ein gesundes Essverhalten haben, können das auch an ihre Kinder weiter geben.

Deshalb macht es viel Sinn, sich vor der Planung einer Schwangerschaft vernünftig behandeln zu lassen, um die Essstörung wirklich in den Griff zu bekommen.

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