Wie häufig geht eine Magersucht mit psychischen Auffälligkeiten einher?

Untersuchungen haben gezeigt, dass rund 95% aller Magersucht-Patienten auch mehr oder minder ausgeprägte psychische Auffälligkeiten oder Störungen zeigen, die die Essstörung begleiten.

Da die Essstörung selbst eine im weitesten Sinne psychische Erkrankung ist, die mit einer Selbstwahrnehmungsstörung einhergeht, ist dieser hohe Wert weniger überraschend, als er vielleicht zunächst wirkt. Außerdem ist die Erkrankung natürlich auch emotional sehr belastend, auch wenn sich das die Betroffenen lange Zeit nicht eingestehen. Die Frustrationen ("schon wieder zugenommen") und die soziale Isolation ("alle Konzentration gilt dem eigenen Körpergewicht") bleiben nicht ohne Folgen, so dass depressive Verstimmungen bei Menschen mit Magersucht und Bulimie sehr häufig sind.

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