Welche Begleiterkrankungen kommen bei Magersucht und Bulimie häufig vor?

Sehr häufig leiden die Betroffenen zusätzlich an einer Depression. Auch Angsterkrankungen und Zwangsstörungen kommen vor und müssen möglicherweise gleichzeitig behandelt werden.

Wenn man sich vor Augen führt, dass die Magersucht und die Bulimie psychische Erkrankungen mit einer ausgeprägten Zwangskomponente sind, ist das nicht wirklich überraschend. Außerdem ist auch die Erkrankung selbst natürlich belastend, so dass eine depressive Veranlagung auf fruchtbaren Boden fällt.

Antidepressiva keine Dauerlösung

Ist die Stimmung gerade sehr depressiv geprägt, kann eine medikamentöse Behandlung mit Antidepressiva zeitweise durchaus sinnvoll sein. Dies sind Medikamente, die die Stimmung positiv beeinflussen. Daneben können diese Medikamente auch Symptome der Essstörung lindern. Als Dauermaßnahme sind sie aber eher nicht geeignet, zumal sie de Ursachen der Essstörung kaum beeinflussen können.

Die zahlreichen körperlichen Folgen einer Magersucht infolge der Mangelernährung führen wir hier nicht auf, weil sie nicht im eigentlichen Sinne Begleiterkrankungen sind. Diese direkten Krankheitsfolgen werden in anderen Fragen beantwortet.

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Kommentare (1)
Bulimie bis heute mit depressiven Episoden
1 Sonntag, den 25. August 2019 um 11:59 Uhr
Simone
Hallo, liebe Leser,
ich habe seit 1995 bulimische Anfälle. Die Diagnose an sich rechtfertigt sich angeblich erst mit zwei Anfällen pro Woche. Diesen Zustand hatte ich von 2001 bis 2010 und dann nochmal nach 2013 für ein paar kürzere Episoden. Aber die Bulimie selbst begleitet mich wie das selbst verletzende Verhalten. Nein, nicht lediglich beides als Lösungsstrategie für Anspannungen. Gibt es im Alltag Kommunikationsprobleme, die mir unheimlich sind, ist das Leben im wahrsten Sinne des Wortes zum Kotzen. Ich kann dann gar nicht so viel fres..., wie ich kotzen will. Aber unbewusst! Eine richtige Depression kann ich nicht erkennen. Dafür aber Ängste ohne Ende. Ich glaube an Psychoanalyse, oder eher dynamische Psychotherapie, denn damit haben sich die schlimmsten Symptome abgeschwächt. Mit Verhaltenstherapie ist es nur wie ein ständiges dagegen Angehen - was einen permanenten Kampf bedeutet, aber für mich nichts mit normalem Leben zu tun hat. Antidepressiva kenne ich zur Genüge. Es hat mir lediglich Sulpirid von einer speziellen Firma geholfen. Und das nur, als ich wirklich depressiv war. Bei Ängsten hilft nichts außer Tavor, aber abhängig war ich noch nie. Ich will nicht daran glauben, aber die Ärzte und Co machen mir da Angst. Und deshalb hat man mir das letzte Medikament, das gewirkt hat, genommen. Ich nehme nichts mehr und mein Körper wird immer kränker vom psychischen Stress. Rheuma, Asthma, Migräne, Neurodermitis und andere Exzeme. Ich bezweifel das Verhalten des Gesundheitssystems sehr. Damit meine ich das Verhalten. Einen Patienten in Panik und/oder ständiger Angst zu lassen, kommt nur einem gleich - aber das werde ich hier nicht ausdrücken. Antidepressiva von denen ich fett werde, kann ich mir wegen des schlimmen Rheumas und der Bulimie leider nicht leisten. Ich muss die Lösung noch finden.
Mit freundlichen Grüßen, Simone