Stationäre oder ambulante Therapie?

Ob eher eine stationäre oder ambulante Behandlung der Magersucht besser ist, lässt sich nicht einfach beantworten. Für viele Magersüchtige ist es gut, einige Wochen oder gar Monate das persönliche Umfeld zu verlassen und sich auf einen stationären Aufenthalt einzustellen.

Der Abstand zum Alltag, zu Beziehungen und Problemen wirkt möglicherweise befreiend und öffnet erst für entsprechende Behandlungen, deren Ziel nur oberflächlich das Erreichen eines normalen Essverhaltens ist.

Andererseits kann auch das Verbleiben im persönlichen Umfeld wichtig sein, etwa weil eine Unterbrechung von Schule oder Ausbildung sehr nachteilig wäre und neue Probleme mit sich bringen würde. Auch ambulant gibt es gute und manchmal ausreichende Therapieangebote. Insbesondere bei gegebener familiärer Unterstützung kann eine ambulante Behandlung sinnvoll sein.

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Kommentare (3)
Essenszeit
3 Sonntag, den 03. November 2019 um 15:13 Uhr
Christa Fuerlinger
Meine Enkelin (15 J. und eine sehr gute Schülerin) leidet an einer Essstörung, ist bereits seit 2 Jahren in Behandlung, war stationär im Wilhelmine-Spital, ist nun schon längere Zeit zu Hause und macht kleine Fortschritte. Ist es aber normal, dass sie erst am Abend zu essen anfängt, und bis Mitternacht isst...? Dabei sitzt die Mutter, also meine Tochter, bei ihr und muss sich tgl. die psychischen Probleme anhören, obwohl sie berufstätig ist und 5 Uhr aufstehen muss.
Behandlung Anorexie
2 Dienstag, den 06. März 2018 um 17:51 Uhr
Anja
Auch unsere Tochter (volljährig) will nicht mehr in eine Klinik. Ich vermisse die ambulante Versorgung. Auch in Krisensituationen.
Ich schließe mich der Meinung von "Schranz" an: Wir sind auch als Eltern ziemlich am Ende.
Anorexia nervosa
1 Dienstag, den 27. Februar 2018 um 21:26 Uhr
Schranz
Habe festgestellt: Im Notfall gibt es nur die Psychiatrie. Denn mit BMI 13 wird man in keiner Normalklinik aufgenommen. Da bleibt nur die Psychiatrie. Und dahin geht sie nicht. Wegen schlechter Erfahrungen! Vorher würde sie zusammenbrechen. Hoffentlich breche ich als Mutter nicht vorher zusammen - weil, dann brauchen wir gar nichts mehr.
Innsbruck