Was sind ernstzunehmende Anzeichen für eine Magersucht oder Bulimie?

Nicht immer ist es einfach eine Essstörung zu erkennen. Ist ein Patient sehr untergewichtig, kommt leichter der Verdacht auf eine Essstörung auf.

Gerade bei einem normalem Gewicht aber, wie dies viele Patienten mit Bulimie aufweisen, merken Angehörige und Freunde oft sehr lange Zeit nicht, dass etwas nicht stimmt. Denn die Fressattacken, Erbrechen und Medikamentenmissbrauch bei der Bulimie werden von den Betroffenen verheimlicht.

Verhaltensauffälligkeiten und Anzeichen einer Essstörung können sein:

  • Die oder der Betroffene ist über längere Zeiträume bedacht wenig und kalorienarm zu essen oder lässt gemeinsame Mahlzeiten gerne ausfallen. Argumente dafür könnten sein, keinen Hunger zu haben, bereits gegessen zu haben, unter Magenproblemen zu leiden, u.a.
  • Die oder der Betroffene wechselt von einer Diät zur nächsten, obwohl kein Übergewicht vorliegt.
  • Die oder der Betroffene ist zu viel mit seinem Gewicht und dem Thema Essen beschäftigt.
  • Die oder der Betroffene verschwindet nach dem Essen regelmäßig auf die Toilette.
  • Man findet Abführmittel oder Diuretika.

Bei Verdacht auf eine Essstörung des eigenen Kindes, der Freundin/des Freundes oder der Partnerin/des Partners sollte man die Person direkt ansprechen, die Sorge mitteilen, jedoch keine Vorwürfe machen. Direkte Ansprache wie etwa „Ich habe den Eindruck, dir geht es nicht so gut“ oder die Frage „wie geht es dir zur Zeit?“ ist besser als mit der Tür ins Haus zu fallen, nach dem Motto „Ich glaube, du hast eine Essstörung!“

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