Warum erkennen Magersüchtige nicht, dass sie viel zu dünn sind?

Die Eltern sorgen sich, selbst Freunde sagen der Betreffenden, sie sei viel zu dünn – aber sie selbst findet sich zu dick. Selbst wenn die Waage beweist, dass das Gewicht hinuntergeht, sagt das Spiegelbild etwas anderes - nämlich viel zu dick. Warum können Magersüchtige selbst nicht sehen, dass sie untergewichtig sind?

Magersuchtpatienten leiden unter einer sogenannten Körperschemastörung, d.h. sie sehen sich nicht so wie sie tatsächlich aussehen. Sie sehen sich selbst verzerrt, während sie die Formen anderer Menschen realistischer einschätzen können.

Mit einer Therapie und langsamen kontrollierten Gewichtszunahme lernen sie, sich selbst wieder realistischer zu sehen und einzuschätzen.

Autorin: Dr. med. Julia Hofmann