Magersucht und Bulimie: Nicht nur ein Mädchen-Problem

Der Anteil der Jungs und Männer mit Essstöungen nimmt zu. Nach aktuellen Schätzungen ist bereits jeder fünfte Patient mit Magersucht oder Bulimie (Esss-Brech-Sucht) ein Junge oder Mann. Das geht aus Daten der Techniker Krankenkasse hervor.

Früher galt Magersucht als Domäne der Mädchen. Aber das zunehmende "Mode-Gefühl" der Jungs führt nun anscheinend auch bei ihnen dazu, dass sie immer öfter dem krankhaften Schlankheitswahn verfallen. Und auch bei ihnen ist die Gefahr im Pubertäts- und Jugendalter am größten.

Und was können Eltern tun, um das zu verhindern? Ein Patentrezept gibt es nicht, zu komplex sind die Zusammenhänge der Entstehung von Essstörungen. Vielleicht helfen Ihnen aber folgende Tipps etwas weiter:

Tipps sowohl zur Vorsorge als auch zur Früherkennung

  • Selbstbewusstsein stärken.
  • Schlankheitsideale immer wieder kritisch hinterfragen.
  • Sorgen Sie für gute Ess-Atmosphäre: Essen in der Familie sollte Spaß machen.
  • Achten Sie auf Auffälligkeiten (ständig wenig Appetit ohne klaren Grund).
  • Wenn Ihr Kind eine "Diät" macht oder sonstwie strenge Essensregeln für sich selbst aufstellt, ist das ein Warnhinweis.
  • Wenn Ihr Kind zudem auffällig intensiv Sport treibt, kann das auch ein Hinweis sein (zumindest, wenn auch das Essverhalten auffällig ist).
  • Sprechen Sie einen Verdacht auf Magersucht niemals frontal aus. Wenn überhaupt, hilft eher ein vorsichtiges Herantasten an das Thema.


Autoren: WANC/, 08.07.09
Quelle: Techniker Krankenkasse