Je näher die Hauptstraße, desto kürzer das Leben

Um so näher man an verkehrsreichen Straßen mit den entsprechenden Abgasen wohnt, um so geringer ist die Lebenserwartung. Zu diesem Schluss kommt eine Langzeituntersuchung aus Nordrhein-Westfalen. Dort wurden seit 2003 über 4.000 Frauen kontinuierlich beobachtet und der Einfluss von Verkehrsschadstoffen analysiert.

Das Ergebnis im Einzelnen: Mit zunehmender Nähe zu großen, befahrenen Straßen nahm nicht nur die Gesamtsterblichkeit zu. Auch Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und der Atemwege waren signifikant erhöht. Dabei konnten die Wissenschaftler auch einen direkten Zusammenhang mit verschiedenen Schadstoffen ermitteln. Demnach sind Feinstaub, Schwefeldioxid und Stickoxide die Hauptursachen der krankmachenden Verkehrsbelastung. Zu viel eingeatmeter Dieselruß konnte direkt mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für Lungenkrebs in Verbindung gebracht werden.

Die Autoren plädieren dafür, noch mehr Anstrengungen in Richtung Reduktion der Feinstaub-Belastung durch Straßenverkehr zu unternehmen. Hoffentlich werden sie gehört.

Autor: Christian Sachse, 31.03.2011
Quelle: Feinstaubkohortenstudie Frauen in NRW, Langfristige gesundheitliche Wirkungen von Feinstaub, Folgeuntersuchungen bis 2008, LANUV-Fachbericht 31

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