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Gallensteine: Symptome, Entfernen, OP

Autoren:

Woraus besteht eigentlich ein Gallenstein? Welche Symptome sind typisch? Wie werden Gallensteine behandelt? Wann ist eine Operation notwendig? Im folgenden Beitrag beantworten wir Ihnen diese und viele weitere Fragen zu Gallensteinen.

Grundlagen

Woraus besteht ein Gallenstein?

Gallensteine bestehen aus verfestigter Gallenflüssigkeit. Sie bilden sich, wenn die verschiedenen Bestandteile des Gallensaftes nicht im richtigen Verhältnis zueinander vorliegen. Je nach Zusammensetzung der Steine unterscheidet man verschiedene Steintypen.

Sie dürfen sich Ihre Gallenblase natürlich nicht als Steinbruch vorstellen. Der Begriff "Stein" ist im übertragenen Sinn zu verstehen. Für die Klümpchen, die sich in der Gallenblase bilden können, ist er jedoch eine sehr treffende Beschreibung. Denn die Gebilde können einem Stein tatsächlich zum Verwechseln ähnlich sehen.

Am häufigsten: Cholesterinsteine

Die Gallenflüssigkeit besteht, wie unser gesamter Körper auch, zum größten Teil aus Wasser. Darin enthalten sind verschiedene Substanzen, die in einem ganz bestimmten Verhältnis zueinander stehen müssen, um im Wasser gelöst zu bleiben. Insbesondere das Cholesterin ist an sich unlöslich und wird nur durch Gallensäuren und bestimmte Fette, die Phospholipide, flüssig gehalten.

Gerät dieses ausgewogene Verhältnis ins Ungleichgewicht, kann es sein, dass die Gallenflüssigkeit mit Cholesterin übersättigt wird und sich Steine bilden. Die meist gelblichen oder auch grünlichen Cholesterinsteine machen etwa 80% und damit den Großteil aller Steine aus.

Bilirubin und weitere Steinarten

Gallensteine können sich aber auch aus anderen Stoffen bilden. Sogenannte Pigmentsteine bestehen zum größten Teil aus Bilirubin, dem Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin. Sie entstehen wiederum, wenn im Verhältnis zu viel Bilirubin und Calciumcarbonat in der Gallenflüssigkeit vorhanden ist. Sie haben eine braune bis schwarze Farbe.

Cholesterinsteine liegen meistens einzeln vor und können bis zu wenige Zentimeter groß werden. Pigmentsteine sind nur so klein wie Sandkörner, liegen aber in riesiger Menge vor. Sie werden auch als Gallengrieß bezeichnet.

Es gibt auch Kombinationssteine, die schichtweise entstehen und aus unterschiedlichen Materialien zusammengesetzt sind. Hier sind dann unterschiedliche Bestandteile der Gallenflüssigkeit im Wechsel zu konzentriert aufgetreten.

Gelegentlich kommt es nach einer Entfernung der Gallenblase zur Bildung von Calcium-Bilirubinat-Steinen, die sich dann in den Gallengängen befinden. Sie bestehen häufig aus Nahtmaterial, das von der Gallenblasen-Operation stammt.

Gallensteine: Ursachen und Entstehung

Wie kommt es zur Bildung von Gallensteinen?

Etwas vereinfacht kann man sagen, dass ein falsches Mischungsverhältnis der Gallenflüssigkeit zur Bildung von Gallensteinen führt. Zum Beispiel ein Zuviel an Cholesterin oder ein Zuwenig an Gallensäuren. Um das zu verstehen, muss man etwas tiefer in die Vorgänge rund um die Gallenblase eintauchen.

Durch die Zellen der Leber wird täglich etwa ein halber Liter Galle gebildet. Über ein Gangsystem, beginnend in den Leberläppchen, den kleinsten Einheiten der Leber, fließt die Galle in immer größer werdende Sammelgänge, bis sich schließlich zwei größere Äste aus dem linken und rechten Leberlappen kommend an der sogenannten Leberpforte zu einem gemeinsamen Gallengang vereinen.

Über diesen fließt die Galle zur Gallenblase, die an der Unterseite der Leber in der Gallenblasengrube liegt. In der Gallenblase wird die Galle zunächst auf etwa ein Zehntel ihrer Ausgangsmenge aufkonzentriert und dann gespeichert. Dazu wird der Übergang aus der Gallenblase in den Gallengang mit einer Schleimhautfalte verschlossen.

Von der Gallenblase fließt die Galle zum Zwölffingerdarm. Kurz vor Eintritt in den Darm vereint sich der Gallengang mit dem Ausgang der Bauchspeicheldrüse zu einem gemeinsamen Gang. Der gemeinsame Eingang in den Darm wird als Vatersche Papille bezeichnet.

Galle dient vor allem der Fettverdauung

Die Galle dient zum einen der Emulgierung von Fetten aus dem Nahrungsbrei, damit diese eigentlich wasserunlöslichen Stoffe über die Darmwand aufgenommen und im wässrigen Blut zu den Zielzellen transportiert werden können. Zum anderen werden über die Galle wasserunlösliche Substanzen aus dem Stoffwechsel der Leber in den Darm abgegeben, über den sie ausgeschieden werden.

Die Galle besteht neben Wasser vor allem aus einem Gemisch aus Gallensäuren, Lecithin (Phospholipide) und Cholesterin und den Gallenfarbstoffen Bilirubin und Biliverdin. Die beiden letzteren sind Abbauprodukte des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin in der Leber. Sie verleihen der Galle ihre gelbe bis grüne Farbe.

Was passiert, wenn die Mischung nicht mehr stimmt?

Gallensäuren, Lecithin und Cholesterin müssen in einem bestimmten Mengenverhältnis zueinander in der Galle vorliegen. Ist der Anteil an Cholesterin in der aufkonzentrierten Galle zu hoch oder der Anteil an Gallensäuren zu gering, wird die Galle mit Cholesterin übersättigt: In dieser sogenannten lithogenen Galle kommt es zur Bildung von Steinen, welche aus der Galle ausfallen und sich in der Gallenblase sammeln können.

Nach der Zusammensetzung unterscheidet man Cholesterinsteine und Steine aus Bilrubin, die aufgrund ihrer dunklen Farbe als Pigmentsteine bezeichnet werden. Den überwiegenden Anteil stellen die gemischten Steine aus Cholesterin und Pigment, deren Cholesteringehalt jedoch immer über 80% liegt.

Gallensteine können in unterschiedlicher Größe und Form ausfallen, sehr kleine Steine bezeichnet man als Gallengries. Ist ein Stein zu groß, um durch den Gallengang zum Darm zu wandern, kann es zur Einklemmung des Steins an einer Engstelle kommen.

Was erhöht die Gefahr, Gallensteine zu bekommen?

Gallensteine entstehen in den Industrienationen vor allem durch einen Überschuss an Cholesterin in der Galle als sogennante Cholesterinsteine oder Mischsteine. Dabei wurde festgestellt, dass es Faktoren gibt, die sich begünstigend auf die Bildung von Gallensteinen auswirken.

Die wichtigsten Kriterien hat man in der 5-F-Regel zusammengefasst:

  • female: Frauen sind eher betroffen als Männer
  • fat: Übergewicht wirkt begünstigend
  • fertile: Frauen mit mehreren Schwangerschaften sind häufiger betroffen
  • forty: Vorkommen eher im mittleren Lebensalter
  • family: familiäre Häufung

Gallensteine fallen nicht vom Himmel

Geht man ins Detail, erkennt man einen Zusammenhang mit einer Reihe an Stoffwechselstörungen wie dem Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), einer Fettstoffwechselstörung wie der Hypertriglyceridämie (Überangebot an freien Fettsäuren) und natürlich der Hypercholesterinämie (erhöhter Cholesterinspiegel).

Die Bildung von Gallensteinen ist auch begünstigt bei entzündlichen Veränderungen der Gallenblase oder der Gallenwege, in deren Folge es zu Vernarbungen und damit zu einer Abflussbehinderung kommen kann. Längere Verweilzeit der Galle in der Gallenblase und unvollständige Entleerung aufgrund mangelnder Bewegungsaktivität der Gallenblase ist ein weiterer wichtiger Risikofaktor.

Fettreiche Ernährung trägt ebenfalls zur Bildung von Gallensteinen bei, da zur Resorption der Fette mehr Galle produziert werden muss. Aber auch bei sehr fettarmer Ernährung im Zuge von Diäten kann es zu Gallensteinleiden (Cholelithiasis) kommen, da Fette aus den Depots freigesetzt werden. Auf Fasten oder Heilfasten sollte daher bei bekanntem Gallensteinleiden besser verzichtet werden.

Weitere Risikofaktoren für die Bildung von Gallensteinen sind beispielsweise:

  • Morbus Crohn (chronisch-entzündliche Darmerkrankung)
  • Divertikulose (Ausstülpungen in der Darmwand)
  • chronische Verstopfung
  • und Bewegungsmangel

Da Gallensteine familiär gehäuft vorkommen, vermutet man eine genetische Veranlagung. Untersuchungen deuten auf die Veränderung eines bestimmten Transport-Eiweißes hin, das Cholesterin aus den Leberzellen herauspumpt, so dass zu viel Cholesterin in die Galle abgegeben wird.

Woher weiß der Arzt, welche Form von Gallensteinen bei mir vorliegt?

Mit bildgebenden Verfahren lassen sich die einzelnen Steine zum Teil voneinander unterscheiden. In der Röntgenaufnahme sind sowohl Cholesterin- als auch Pigmentsteine nicht zu erkennen. Manchmal verkalken sie jedoch und werden dann sichtbar. Im Ultraschall oder der computertomographischen Untersuchung gibt es einen guten Trick zur Unterscheidung der beiden Steinarten: Während Cholesterinsteine elegant in der Gallenblase schwimmen, setzen sich Pigmentsteine plumpt am Boden ab.

Übrigens: Ob Gallensteine behandelt werden müssen, hängt weniger von ihrer Zusammensetzung als vielmehr davon ab, wo sie sich ablagern und ob sie Beschwerden verursachen. Bei Steinen in der Gallenblase, die nur durch Zufall auffallen und keine Symptome bereiten, erfolgt in der Regel keine Therapie. Anders sieht es bei Steinen im Gallengang aus, die immer entfernt werden müssen.

Symptome

Welche Symptome sind typisch für eine Gallenkolik?

Zur Gallenkolik kommt es, wenn ein Gallenstein auf dem Weg zwischen Gallenblase und dem Übergang in den Zwölffingerdarm an einer Engstelle steckenbleibt, so dass sich die abfließende Galle dahinter staut. Besonders betroffen sind die Übergänge aus der Gallenblase in den Gallengang und der Eingang in den Zwölffingerdarm, da an diesen Stellen Schleimhautfalten den Durchgang erschweren.

Dreiviertel aller abgehenden Steine erzeugen keine oder wenig Symptome, da sie klein genug sind, die Engstellen ohne Einklemmung zu passieren. Man nennt sie daher „stumme Steine“. Viele Menschen wissen daher gar nicht, dass sie Gallensteine haben.

Typisch: plötzlich einsetzender Schmerz im rechten Oberbauch

Die dagegen sehr schmerzhafte Gallenkolik entwickelt sich besonders nach fettreichem Essen oder nachts. Das wichtigste und deutlichste Symptom ist dabei der sich anfallsartig steigernde Schmerz im Oberbauch, meist auf der rechten Seite, der in den Rücken und die rechte Schulter ausstrahlt. Aber auch Schmerzen, die nicht rechtsseitig betont sind, können von einer Gallenkolik herrühren.

In der Regel bestehen noch weitere allgemeine Krankheitssymptome wie

  • Völlegefühl
  • Blähungen
  • Erbrechen
  • Schweißausbrüche
  • Appetitlosigkeit
  • und eine Abwehrspannung

Symptome, die als „Akuter Bauch“ oder „Akutes Abdomen“ bezeichnet werden und auch bei anderen akuten Erkrankungen der Bauchorgane auftreten können.

Deutlichere Symptome entstehen durch den Rückstau der Galle. Da die Gallenfarbstoffe nicht in den Darm abgegeben werden können und stattdessen ins Blut zurückstauen, kommt es einer Aufhellung des Stuhls und Dunkelfärbung des Urins, in schweren Fällen zum sogenannten Ikterus, der Gelbsucht. Symptome: eine Gelbfärbung der Haut, der Schleimhäute und des Bindegewebes der Augen. Auch die Leberwerte im Blut können erhöht sein.

Bauchschmerzen: Was kann es noch sein?

Oberbauchkrämpfe: Kann auch etwas anderes dahinter stecken?

Heftige Schmerzen im rechten Oberbauch oder Bauchkrämpfe können zahlreiche Ursachen haben, bei weitem nicht nur im Bereich der Gallenblase. Von eher „harmlosen“ Erkrankungen wie der Magenschleimhautentzündung (Gastritis) oder zu viel Luft im Bauch bis hin zu schweren Entzündungen ist prinzipiell alles denkbar.

Sogar ein Herzinfarkt kann sich in Form von starken Bauchschmerzen äußern. Insofern gilt: Wenn die Schmerzen anhalten und Sie sie nicht zuordnen können, immer sofort zum Arzt.

Einige Ursachen im Bereich des Oberbauchs

  • Starke Oberbauchschmerzen treten auch bei der akuten Entzündung der Gallenblase (Cholezystitis) oder der Gallenwege (Cholangitis) auf. Beide Entzündungen entstehen meist - wie auch die Gallenkolik - in Folge eines eingeklemmten Gallensteins.
  • Auch eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) geht mit heftigen Schmerzen im Oberbauch einher, die gürtelförmig in den Rücken strahlen.
  • Ebenso kann es bei einer entzündeten Fettleber (Fettleberhepatitis) zu starken Oberbauchschmerzen kommen.
  • Starke Schmerzen im gesamten Bauchraum treten beim Darmverschluss (Ileus) oder einer Entzündung des Bauchfells (Peritonitis) auf.
Kann auch die Leber solche Schmerzen verursachen?

Lebererkrankungen meist nicht schmerzhaft

Eher selten, Erkrankungen der Leber äußern sich in der Regel - und vor allem zu Beginn - selten durch Schmerzen. Die oben erwähnte Fettleberentzündung ist da eine Ausnahme. Da die Leber selbst nicht schmerzempfindlich ist, sondern nur der Druck auf die sie umgebende Kapsel als sogenannte Kapselspannung registriert wird, spürt man bei Lebererkrankungen eher einen Druck oder eine Spannung im rechten Oberbauch.

Weniger gefährlich sind die Erkrankungen der Leber aber nicht. Zu den wichtigsten Erkrankungen der Leber zählen die Leberentzündung (Hepatitis) und die Schrumpfleber (Leberzirrhose).

Tumore der Leber und der Bauchspeicheldrüse können ebenfalls ein Druckgefühl im Oberbauch auslösen.

Kann das Herz hinter den Schmerzen stecken?

Die wichtigste Differentialdiagnose zur Gallenkolik und anderen akuten Oberbauchschmerzen ist auch der Herzinfarkt. Er zeigt sich durch plötzlich auftretende heftige Schmerzen hinter dem Brustbein, die meist in den linken Arm ausstrahlen, aber auch in den Hals, den Kiefer oder den Rücken. Gerade bei Älteren, Diabetikern und Frauen kann der Infarkt stumm verlaufen und sich nur in Form uncharakteristischer Oberbauchbeschwerden zeigen. Der Arzt wird daher ggf. auch ein EKG durchführen und bestimmte Blutparameter bestimmen, um einen Herzinfarkt auszuschließen.

Behandlung

Wie werden Gallensteine behandelt?

Bei symptomlosen Gallensteinen, die zufällig im Rahmen anderer Untersuchungen gefunden werden, sind im Allgemeinen keine Akutmaßnahmen notwendig. Verursachen die Gallensteine hingegen Beschwerden oder haben bereits eine Kolik ausgelöst, muss gehandelt werden.

Operation meist erst im beschwerdefreien Intervall

Während einer Kolik sollte auf feste Nahrung verzichtet werden. Die ärztliche Behandlung umfasst die Gabe von Schmerzmitteln und krampflösenden Medikamenten (Spasmolytika). Liegt zusätzlich eine bakterielle Entzündung vor, werden Antibiotika eingesetzt.

Bei wiederkehrenden Schmerzen kann im beschwerdefreien Intervall eine Operation erfolgen.

… außer bei anhaltenden Schmerzen

Bei anhaltenden Schmerzen und bei Gelbsucht ist eine Sofortmaßnahme notwendig. Dazu stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung.

Bei der ERCP (endoskopisch-retrograde Cholangiopankreatikographie), einer Methode, die zur endoskopischen Untersuchung der Gallengänge eingesetzt wird, kann gleichzeitig eine Steinextraktion aus dem Gallengang durchgeführt werden. Dazu wird in der Regel zunächst die Vatersche Papille durch einen Schnitt erweitert. Dieses Verfahren wird als endoskopische Papillotomie bezeichnet. Oft wird im Anschluss an die ERCP mit Steinextraktion die Gallenblase entfernt (Cholezystektomie).

Nicht-operative Verfahren

Neben diesen operativen Verfahren gibt es auch nicht-operative Verfahren. Diese haben jedoch den Nachteil, dass es häufiger zu Rückfällen kommt. Ein Verfahren ist das Lösen der Steine mittels Ursodeoxycholsäure, einer Substanz, die auch bei chronischen Gallensteinleiden medikamentös verwendet wird. Unter Ursodeoxycholsäure sinkt der Cholesteringehalt der Galle und Gallensteine lösen sich auf.

Ein weiteres nicht-operatives Verfahren ist die ESWL, die extrakorporale Stoßwellenlithotrypsie, bei der die Steine mittels Schallwellen zertrümmert werden und dann auf natürlichem Weg den Körper verlassen.

Alles Wichtige zur Gallenblasen-OP

Wann ist eine OP sinnvoll? Worauf muss man achten?

Der große Vorteil der operativen Gallenblasenentfernung (medizinisch: Cholezystektomie) liegt darin, dass sie im Gegensatz zu Verfahren, bei welchen die Gallenblase erhalten bleibt, eine wesentlich niedrigere Rückfallrate aufweist. Es kommt also seltener zur Neubildung von Gallensteinen.

Eine Gallenblasen-OP wird daher bei Gallensteinleiden (medizinisch: Cholelithiasis) häufig anderen Behandlungsoptionen mit Erhalt der Gallenblase vorgezogen. In jedem Fall erste Wahl ist sie bei:

  • sehr großen Gallensteinen, durch die es zu einem Stau von Gallenflüssigkeit (Cholestase) kommt
  • oder Gallensteinen, die nicht anders entfernt werden können.

Eine Cholezystektomie wird nur bei symptomatischen Gallensteinen durchgeführt. Bestehen keine Beschwerden, wird in der Regel nur medikamentös behandelt.

Gallenblasen-Entfernung: offen oder minimal-invasiv?

Meist ohne großen Bauchschnitt

Die Gallenblasen-Operation erfolgt wenn möglich minimal-invasiv (laparoskopisch), das heißt ohne größeren Bauchschnitt. Einen solchen operativen Eingriff, bei dem nur kleine Röhrchen mit anhängenden Skalpellen und ähnlichen Geräten eingeführt werden und der Chirurg über eine Kamera überwacht, wie er die Werkzeuge steuert, ist heute längst Routine. Der Vorteil sind kleinere Narben und geringere Schmerzen nach der Operation. Die Dauer des stationären Aufenthalts kann so verkürzt werden.

Um mögliche Komplikationen während der Operation weiter zu verringern, kann vorher eine ERCP (endoskopisch-retrograde Cholangiopankreatikographie) zur Entfernung kleinerer Steine erfolgen. Dabei wird ähnlich wie bei der Magenspiegelung ein Schlauch über den Mund eingeführt, der dann bis in die Gallenwege vorgeschoben wird.

Welche Risiken hat die operative Gallenblasen-Entfernung? Was muss ich noch wissen?

Die Gefahren der Cholezystektomie sind in erster Linie die üblichen Risiken einer Operation, also:

  • mögliche Blutungen,
  • Verletzungen der Gallenwege,
  • Verletzungen der Nachbarorgane und Nerven.

Bei ausgeprägten Blutgerinnungsstörungen oder schweren Grunderkrankungen ist die operative Entfernung der Gallenblase, außer im Notfall, nicht die Methode der Wahl.

Wissenswertes zur OP

  • Unter der Operation kann ein Wechsel von der laparoskopischen auf die offene Methode mit Bauchschnitt nötig werden, wenn Komplikationen auftreten.
  • Um einer möglichen Infektion im Rahmen der Operation vorzubeugen, wird vor Beginn intravenös ein Antibiotikum verabreicht.
  • Durch die Gallenblasen-OP wird die Ursache der Gallensteinbildung, der Cholesterin-Überschuss in der Galle, nicht behoben. Daher können in den Gallenwegen auch weiterhin Cholesterinsteine entstehen, wenn auch seltener.

"An der Galle operiert"

Umgangssprachlich wird die Gallenblase häufig als Galle bezeichnet. Wenn jemand erzählt, dass er an der Galle operiert wurde, meint er damit, dass ihm chirurgisch die Gallenblase entfernt wurde.

Muss man nach Entfernung der Gallenblase seine Ernährung umstellen?

Nicht unbedingt, zumindest muss keine spezielle Diät eingehalten werden. Eine Umstellung der Ernährungsweise kann aber Vorteile bringen. So kommt es vor, dass nach einer Cholezystektomie fette Speisen weniger gut vertragen werden, da die Galle nicht mehr in der Gallenblase aufkonzentriert und gezielt zu einer Mahlzeit abgegeben werden kann.

Da die Galle stattdessen beständig in kleinen Mengen in den Dünndarm fließt, kann es vorteilhaft sein, öfter am Tag kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen und den Fettgehalt der Nahrung zu reduzieren. Ein zu hoher Fettgehalt der Nahrung kann zu fettigen Durchfällen (Steatorrhoe) führen.

Wann, außer bei Steinleiden, wird die Gallenblase noch entfernt?

Eine Cholezystektomie wird auch durchgeführt bei:

  • Entzündungen der Gallenblase (Cholezystitis),
  • Tumoren der Gallenblase oder des Gallengangs
  • und bei Gallenblasenperforation, also gerissener Außenhülle.

Wie wirkt Ursodeoxycholsäure (Ursofalk®) gegen Gallensteine?

Ursodesoxycholsäure regt die Ausschüttung von Gallensäuren an, so dass es zu einem verstärkten Gallefluss kommt. Das Medikament ist damit in der Lage, kleinere Gallensteine zu beseitigen - soweit es sich um die häufigste Form, nämlich Cholesterin-Gallensteine handelt.

Cholesterin-Überschuss wird beseitigt

Der Wirkmechanismus: Ursodesoxycholsäure, oder Ursodeoxycholsäure, wie sie auch manchmal genannt wird, ist selbst eine Gallensäure. Sie kommt vor allem in der Galle von Bären vor, was ihr den Namen gab (ursus = der Bär). Durch die Anregung der Gallensäureausschüttung und die folgende höhere Konzentration der Gallensäuren ändert sich die Gallezusammensetzung. Ein relativer Cholesterinüberschuss, typische Ursache der Steinbildung, wird beseitigt. Dadurch kommt es im nachfolgenden Schritt zur Auflösung kleiner Cholesterinsteine.

Voraussetzung für eine Therapie mit Ursodesoxycholsäure ist immer eine funktionstüchtige Gallenblase.

Nur bei kleinen Steinen eine Option

Ursodesoxycholsäure wird zur medikamentösen Therapie von Cholesterinsteinen eingesetzt, wenn auf operative Maßnahmen verzichtet werden soll oder muss. Sie eignet sich allerdings nur für die Behandlung kleiner, nicht verkalkter Gallensteine bis zu einem Durchmesser von 1,5 cm.

Unter der Anwendung von Ursodesoxycholsäure kommt es leider nicht selten zu Rückfällen. Die Behandlungsdauer ist daher sehr unterschiedlich und kann zwischen einem halben Jahr und lebenslanger Einnahme variieren.

Nicht erlaubt ist eine Behandlung mit Ursodesoxycholsäure bei:

  • Verengung oder Entzündung der Gallenwege (Cholangitis)
  • Entzündung der Gallenblase (Cholezystitis)
  • zu schwacher Gallenblasenkontraktion

Was man noch zu dem Medikament wissen sollte

Ursodesoxycholsäure wird halbsynthetisch auf Basis der aus Rindergalle gewonnenen Cholsäure hergestellt. Sie kommt auch im menschlichen Organismus vor, jedoch nur in kleinen Mengen.

Der Wirkstoff wird auch eingesetzt zur Behandlung der primär biliären Zirrhose und der primär sklerosierenden Cholangitis.

Medikamente mit Ursodeoxycholsäure sind unter anderem:

  • Cholit-Ursan®
  • Urso®
  • Ursochol®
  • Ursofalk®

Weitere Behandlungsmöglichkeiten

Gallensteine: Was bringt die ERCP?

Die ERCP (endoskopisch-retrograde Cholangiopankreatikographie) ist eine diagnostische Untersuchung und zugleich ein mögliches Therapieverfahren. Mit der ERCP können die Gallengänge optisch dargestellt und Verengungen entdeckt werden. Gleichzeitig lassen sich damit Steine entfernen oder die Gallenwege erweitern.

Betrachtung und Behandlung über Miniatur-Geräte

Bei der endoskopisch-retrograden Cholangiopankreatikographie wird über den Mund, ähnlich wie bei der Magenspiegelung", ein Schlauch eingeführt, der aber in diesem Fall bis in die Gallenwege vorgeschoben werden kann. Ebenso in den Ausführungsgang der Bauchspeicheldrüse, daher der Namensbestandteil "pankrea". Über diesen Schlauch ist es unter anderem möglich:

  • Kontrastmittel einzuspritzen, was dann eine Sichtbarmachung der Gallenwege mit Hilfe von Röntgenstrahlen ermöglicht;
  • ein Mini-Endoskop einzuführen, die Wegen also direkt per Kamera zu betrachten;
  • die Gallenwege sonograpisch, also mit Ultraschall zu untersuchen;
  • einen Stent zu legen, die Gallenwege also zu weiten und danach zu stabilisieren;
  • Steine zu entfernen.

Kurzum: Gallensteine können mit der ERCP genauestens untersucht und bewertet, imn besten Fall auch entfernt werden.

Vorteile der ERCP

Der Vorteil der ERCP liegt in der Möglichkeit, zeitgleich zur visuellen Beurteilung der Gallenwege eine Entfernung von Gallensteinen durchzuführen, an Engstellen einen Stent zu implementieren oder eine Drainage anzulegen, um einen besseren Galleabfluss zu gewährleisten. Neben den diagnostischen Möglichkeiten zur Ursachensuche bietet die ERCP demnach eine Reihe therapeutischer Optionen. Auch kann dabei Biopsie-Material von der Gallenwegswand entnommen werden.

Über die Vatersche Papille können neben den Gallengängen zusätzlich die Gänge der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) untersucht werden, um mögliche Veränderungen der Pankreasgänge durch Gallerückstau zu bewerten.

Nachteile der ERCP

Ein Nachteil der ERCP ist zum einen die Strahlenbelastung, da zur Diagnostik bei der ERCP die Gallengänge nach Kontrastmittelgabe mittels Röntgen sichtbar gemacht werden. Zum anderen kommt es dabei relativ häufig zu einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse, der so genannten Post-ERCP-Pankreatitis. Die Gefahr ist besonders hoch bei engem Gallengang oder wenn aufgrund von Spasmen der Vaterschen Papille mehrere Intubationsversuche nötig sind.

Aufgrund der hohen Risiken für Folgeerkrankungen wird die ERCP daher in der Regel nicht zu reinen Diagnosezwecken verwendet sondern in erster Linie zur Therapie.

Wann ist die ESWL (extrakorporale Stoßwellenlithotripsie) sinnvoll?

Bei der extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie werden die Gallensteine von außen mit gebündelten Schallwellen „beschossen“. Es ist bei dieser Behandlungsmethode also kein Hautschnitt erforderlich, es muss nicht einmal ein Schlauch eingeführt werden, wie bei der ERCP (endoskopisch-retrograde Cholangiopankreatikographie) oder der ISWL (intrakorporale Lithotripsie), bei der die Zerkleinerung großer Steine endoskopisch mittels einer Sonde erfolgt.

Keine Narkose notwendig

Die ESWL ist eine Option, wenn die Gallensteine für eine Entfernung mittels ERCP zu groß sind. Zur Zertrümmerung der Gallensteine wird ein Sender auf die Haut aufgelegt, der kurzgepulste Schallwellen erzeugt, die dann über der betroffenen Stelle gebündelt werden. Bei modernen Geräten zur ESWL erfolgt das Auffinden der Steine mittels Ultraschall (Sonographie) oder unter Durchleuchtung mit Hilfe von Röntgenkameras.

Die Behandlung erfolgt unter Gabe eines leichten Schmerzmittels, es wird keine Narkose benötigt. Die ESWL kann ambulant durchgeführt werden, nur in manchen Fällen ist ein kurzer stationärer Aufenthalt nötig.

Die zertrümmerten Steine werden anschließend auf natürlichem Weg ausgeschieden, so zumindest lautet das Ziel der Behandlung. Gelingt ein Stein-Abgang über den Darm nicht, weil einzelne Teile immer noch zu groß sind, können die zertrümmerten Steine mittels ERCP entfernt werden.

Nachteile und Beschränkungen der ESWL

  • Ein Nachteil der Methode ist, dass es häufiger zu Rückfällen kommt.
  • ADie ESWL ist "nur" in etwa 80% der Fälle erfolgreich.
  • Bei Aufsuchen der Steine mittels Röntgen kann es zu kurzfristiger Strahlenbelastung kommen.
  • Bei ausgeprägtem Übergewicht kann die ESWL meist nicht angewendet werden.
Was kann ich selbst vorbeugend tun?

Eine Gallenkolik ist immer ein Notfall. Nicht nur aufgrund der Schmerzen, sondern auch wegen möglicher Komplikationen. In diesem Fall ist also immer ein Arzt hinzu zu ziehen.

Welche Fettsäuren essen, welche nicht?

Zur Vorbeugung oder Nachsorge empfiehlt sich eine Überprüfung der Ernährungsgewohnheiten. Generell sollten weniger gesättigte Fettsäuren, wie sie hauptsächlich in tierischen Produkten vorkommen, und mehr ein- und mehrfach ungesättigte Fettsäuren aus pflanzlicher Nahrung und aus Fisch aufgenommen werden. Das allein löst das Problem jedoch noch nicht, da auch langkettige Fettsäuren aus Pflanzen mittels Galle emulgiert werden müssen. Man sollte daher auf eine ausgewogene Zusammensetzung der Nahrung achten, in der der Fettanteil nicht dauerhaft über 20-25% liegen und mindestens 2/3 der Fette pflanzlichen Ursprungs sein sollten.

Ganz auf Fett verzichten sollte man in keinem Fall, da fettlösliche Vitamine (A, E, K, β-Carotin) dann nicht mehr vom Körper aufgenommen werden können und es zu Mangelerscheinungen an diesen Vitaminen kommen kann, wie Nachtblindheit (Mangel an Vitamin A bzw. β-Carotin), Störungen des Knochenstoffwechsels und der Blutgerinnung (Vitamin K) oder der Nervenfunktion (Vitamin E).

Auch eine höhere Menge an Ballaststoffen in der Nahrung, z.B. aus Vollkorngetreide, Obst und Gemüse, kann sich günstig auswirken. Ballaststoffe binden Cholesterin im Darm, so dass weniger über das Blut zur Leber zurücktransportiert wird. Der Anteil an Ballaststoffen in der Nahrung sollte bei 30 bis 40 Gramm pro Tag liegen.

Hilfreiche Heilpflanzen

Um die Verweilzeit der Galle in der Gallenblase zu reduzieren und ihre Bewegungsaktivität anzuregen, bieten sich eine Reihe von Heilpflanzen an, die choleretisch wirken, d.h. den Gallefluss fördern. Meist wirken diese Pflanzen gleichzeitig krampflösend auf die Gallenwege. Dazu zählen Pfefferminze (Mentha piperita), Gelbwurz (Curcuma longa), Löwenzahn (Taraxacum officinale), Wermut (Artemisia absinthum) oder Erdrauch (Fumaria officinalis). Sie können als Tee oder Tinktur eingenommen werden. Auch Schöllkraut (Chelidonium majus) wurde früher oft verwendet, da ihr Milchsaft aber in zu hoher Dosierung giftig sein kann, sollte man auf den Einsatz besser verzichten oder zur homöopathischen Verdünnung greifen, z.B. in der D6.

Generell wirken alle bitteren Pflanzen tonisierend, also kräftigend und anregend auf den Stoffwechsel. Mischungen von Auszügen aus Bitterpflanzen werden auch als Fertigarzneimittel angeboten und können über längere Zeit eingenommen werden.

Ist die Steinbildung durch erhöhtes Cholesterin begünstigt, bietet sich vor allem die Artischocke (Cynaria scolymus) an, da sie nicht nur choleretisch sondern auch cholesterin- und lipidsenkend wirkt. Die Artischocke kann den Cholesteringehalt im Blut um bis zu 20% senken, daher wird sie generell bei leicht erhöhtem Cholesterinspiegel als natürliches Mittel empfohlen. Fertigarzneimittel werden aus den Blättern der Artischocke gewonnen, aber auch als Lebensmittel kann sie sich günstig auswirken.

Komplikationen

Kann die Einklemmung eines Gallensteins gefährlich werden?

Wird ein Gallenstein längere Zeit an einer Engstelle eingeklemmt, kann es zu weiteren Komplikationen kommen. Auch wenn diese nicht sehr häufig vorkommen, so sind sie doch nicht ungefährlich.

So können infolge der Galleabflussstörung Bakterien aus dem Zwölffingerdarm über den Gallengang aufsteigen, wodurch es zu einer Entzündung der Gallenwege (Cholangitis) oder der Gallenblase (Cholezystitis) kommen kann. In schweren Fällen kommt eine Eiteransammlung in der Gallenblase hinzu, das sogenannte Gallenblasen-Empyem, mit Fieber und Schüttelfrost. Bildet sich darunter ein Einriss in der Gallenblase, kann eitriges Sekret in die Bauchhöhle übertreten mit der Gefahr der Bauchfellentzündung (Peritonitis). Durch den Gallestau kann sich die Entzündung auch in die Leber fortsetzen und zum Untergang von Leberzellen (Zirrhose) führen.

Auch Bauchspeicheldrüsenentzündung möglich

Wird ein Gallenstein in der Vaterschen Papille, dem gemeinsamen Ausgang von Gallengang und Bauchspeicheldrüsengang in den Zwölffingerdarm, eingeklemmt, kann es durch die Abflussstörung auch zum Sekretrückstau in die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) kommen, wodurch sich eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) entwickeln kann.

Gallensteine, die in den Darm wandern, können einen Darmverschluss (Ileus) hervorrufen, ebenso können Steine, die sich in der Leber ansiedeln, zu einem Leberabszess führen.

Bekommt man mit Gallensteinen öfter Diabetes?

Ja, dass man mit Diabetes ein höheres Risiko für die Entwicklung von Gallensteinen hat, ist schon seit längerem bekannt. Doch nun zeigt eine Studie, dass dieser Zusammenhang auch andersherum gilt: Wer unter Gallensteinen leidet, bekommt auch öfter einen Diabetes. Das gilt auch dann noch, wenn die Gallensteine entfernt wurden.

In der EPIC-Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung wurden rund 25.000 Männer und Frauen in höherem Erwachsenenalter über sieben Jahre beobachtet. Diejenigen von ihnen, die mit Gallensteinen zu tun hatten, bekamen im Verlauf der Untersuchung um den Faktor 1,4 mal häufiger Diabetes als Personen ohne Gallensteine. Für Nierensteine konnte ein solcher Zusammenhang nicht festgestellt werden.

Zwei Erkrankungen, eine Ursache

Die Ursache für diese Verbindung liegt wahrscheinlich im Lebensstil. Soll heißen: Die Faktoren, die Gallensteine begünstigen, erhöhen auch das Diabetes-Risiko. Und andersherum gilt das natürlich auch. Fazit: Wer wegen Gallensteinen in Behandlung ist, sollte auf jeden Fall auch seinen Blutzucker regelmäßig kontrollieren lassen. Und noch wichtiger: sich möglichst gesund ernähren und viel bewegen.

Quellen:

  • Aktualisierte S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) zur Prävention, Diagnostik und Behandlung von Gallensteinen, online unter www.awmf.org (zuletzt aufgerufen am 11.10.2019).
  • American Journal of Epidemiology , Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

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