Migräne: Behandlung

Die Behandlung der Migräne ist komplex und umfasst grundsätzlich zwei Bausteine:

  • Akuttherapie des Migräne-Anfalls
  • Migräneprophylaxe

Zur Akuttherapie stehen diverse Schmerzmedikamente zur Verfügung. Bei schweren Formen der Migräne werden auch sogenannte Triptane eingesetzt.

Vorbeugend wird eine Migräne nur dann behandelt, wenn die Kopfschmerzattacken häufig und langandauernd sind, die Lebensqualität der Betroffenen einschränken oder auf die Akuttherapie nicht ansprechen. Die Medikamente zur Prophylaxe unterscheiden sich von denen zur Akutbehandlung und müssen für jeden Einzelnen individuell abgestimmt werden.

Mehr zur akuten und vorbeugenden Behandlung der Migräne erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Wann sollte man Medikamente zur Migräne-Vorbeugung einnehmen?

Im Prinzip immer dann, wenn die Migräne-Anfälle vergleichsweise häufig und heftig sind oder wenn die Akutmedikamente nicht ausreichend helfen. Dann macht eine dauerhafte Einnahme von Arzneimitteln zur Migräne-Vorbeugung sehr viel Sinn.

Bei schwerer Migräne und starken Einschränkungen

Etwas konkreter ausgedrückt empfehlen Experten eine Migräne-Prophylaxe:

  • wenn die Migräne-Anfälle öfter als dreimal monatlich auftreten
  • wenn die Migräne-Anfälle meist länger als drei Tage anhalten
  • wenn die Anfälle tendentiell in der Häufigkeit zunehmen
  • wenn die Akutmedikamente die Beschwerden nur ungenügend lindern (Anhaltspunkt: mehr als 10 Tage im Monat Einnahme von Akutmedikamenten)
  • wenn die Migräne-Attacken sehr heftig verlaufen und mit Begleitsymptomen einhergehen
  • wenn Sie durch die Migräne-Anfälle häufige Arbeitsausfälle haben oder im Alltag Ihre Pflichten nicht mehr erledigen können

Mit welchen Medikamenten kann man einem Migräne-Anfall vorbeugen?

Neben den Medikamenten, die im Falle eines Migräne-Anfalls die Beschwerden lindern, gibt es auch solche, die schon im Vorfeld verhindern sollen, dass es zu einer Migräne-Attacke kommt. Oder die zumindest deren Zahl und Häufigkeit eindämmen sollen.

Arsenal an Wirkstoffen

Gängige Wirkstoffe zur Migräne-Prophylaxe sind:

  • Betablocker: z.B. Metoprolol, Propranolol oder Bisoprolol
  • Flunarizin
  • Naproxen
  • Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin®)
  • Magnesium
  • Pestwurz
  • Mutterkraut
  • Amitriptylin
  • neu: Antikörper wie Erenumab

Auswahl des richtigen Medikaments

Alle genannten Medikamente müssen über eine längere Zeit regelmäßig eingenommen werden, damit sie ihre vorbeugende Wirkung entfalten. Welches dieser Mittel zur Migräne-Prophylaxe für Sie am besten geeignet ist, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen.

Ob das ausgewählte Präparat dann wirkt und die Zahl der Migräne-Anfälle tatsächlich verringert, lässt sich frühestens nach acht Wochen, eher noch nach einem halben Jahr beurteilen. Das hängt damit zusammen, dass alle aufgeführten Wirkstoffe erst bei längerfristiger Einnahme ihren Migräne-Schutz aufbauen können.

Welche Medikamente schützen am besten vor einem Migräne-Anfall?

Pauschal lässt sich das nicht beantworten, weil nicht jedes Migräne-Medikament bei jedem gleich gut wirkt. Allerdings gibt es durchaus eine Gewichtung, womit man die besten Chancen auf einen erfolgreichen Schutz vor Migräne-Attacken hat.

Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft hat in ihren Leitlinien die wichtigsten Arzneimittel zur Migräne-Vorbeugung in drei Gruppen unterteilt: Von "sehr empfehlenswert" bis zu "nur eingeschränkt empfehlenswert".

Migränemittel der 1. Wahl

Als Wirkstoffe der ersten Wahl gelten danach:

  • Flunarizin (z.B. Sibelium®)
  • Metoprolol (z.B. Beloc®, Jeprolol®, Jutabloc®, Lopresor®)
  • Propranolol (z.B. Dociton®, Obsidan®)
  • Topiramat (z.B. Topamax®)
  • Valproinsäure (z.B. Convulex®, Convulsofin®, Ergenyl®, Leptilan®, Orfiril®, Valproat®)

Bei den genannten Medikamenten ist die Wirksamkeit in der Migräne-Vorbeugung sehr gut dokumentiert und gilt als gesichert.

Migränemittel der 2. Wahl

Wirkstoffe der zweiten Wahl:

  • Amitryptylin (z.B. Saroten®, Tryptizol®)
  • Bisoprolol (z.B. Concor®)
  • Naproxen
  • Pestwurz
  • Vitamin B2

Bei den genannten Medikamenten ist die Wirksamkeit in der Migräne-Vorbeugung zwar belegt, aber entweder nicht so stark oder nicht so eindeutig wie bei den oben genannten Mitteln der ersten Wahl.

Migränemittel der 3. Wahl

Wirkstoffe der dritten Wahl:

  • Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin®, ASS)
  • Coenzym Q10
  • Gabapentin (z.B. Neurontin®)
  • Lamotrigin (speziell zur Vorbeugung der Migräne-Aura, z.B. Lamictat®)
  • Lisinopril (z.B. Acerbon®)
  • Magnesium

Bei den Medikamenten der dritten Wahl ist die Wirksamkeit in der Migräne-Vorbeugung nicht eindeutig belegt oder die Empfehlung kann aus anderen Gründen nur eingeschränkt ausgesprochen werden.

Neu: Antikörper zur Migräneprophylaxe

Seit 2018 neu auf dem Markt ist ein sogenannteer Antikörper zur prophylaktischen Migränebehandlung, der Wirkstoff Erenumab (Aimovig®). In den Zulassungsstudien und nach bisherigen Erfahrungen zeigt die Substanz gute Wirkung, und zwar auch und gerade dann, wenn bereits mehrere andere Medikamente ausprobiert wurden und keine Wirkung gezeigt haben. So könnten Antikörper in Zukunft einen festen Stellenwert in der Migränetherapie erhalten.

Migräneprophylaxe: Welches Medikament ist das richtige für mich?

Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten. Eine Vielzahl an verschiedenen Wirkstoffen ist auf dem Markt, die alle helfen, aber nicht immer bei jedem. Oft dauert es einige Zeit, bis individuell für den Einzelnen ein passendes Arzneimittel und die richtige Dosis gefunden werden.

Medikamente mit "nachgewiesenem Nutzen"

Forscher und Mediziner untersuchen meist in großen Studien, ob ein Arzneistoff wirkt, und wenn ja, in welcher Dosis. Folgende Medikamente helfen demnach prophylaktisch bei Migräne:

  • die Betablocker Propranolol und Metoprolol (teils auch Bisoprolol)
  • Flunarizin
  • Valproat
  • Topiramat (bei Menschen mit chronischer Migräne)
  • Amitryptilin
  • Onabotulinumtoxin A
  • neu: Antikörper wie Erenumab

Auch Mittel wie Opipramol, Magnesium, Magnesium plus Vitamin B2 und Coenzym Q10 oder sogenannte ACE-Hemmer und Sartane können helfen, wobei die Gabe zum Teil "off-label" erfolgt. Das bedeutet, dass sich Ärzte von dem Wirkstoff einen Nutzen versprechen, große Studien hierzu aber fehlen.

Individuelle Einstellung: Jeder Mensch reagiert anders

Alle Medikamente sollen prophylaktisch Anzahl und Schwere der Kopfschmerzattacken reduzieren. Viele Betroffene mit Migräne reagieren aber unterschiedlich darauf. Bei der Wahl des entsprechenden Mittels spielen Begleiterkrankungen und mögliche Nebenwirkungen ebenfalls eine Rolle.

Der Arzt beginnt in der Regel mit einer niedrigen Dosis und erhöht sie schrittweise nach dem Motto "start low go slow". So wird dieses Vorgehen in Fachkreisen genannt. Betroffene müssen zum Teil viel Geduld mitbringen, wenn es darum geht, die richtige Medikation zu finden.

Eine Migräne-Prophylaxe gilt als erfolgreich, wenn sie Kopfschmerzattacken um 50% reduziert. Dabei hilft ein Tagebuch, den Überblick über das Ausmaß und die Entwicklung der Beschwerden zu behalten. Wenn Sie einen Wirkstoff in Maximaldosis mindestens zwei Monate lang ohne spürbare Besserung einnehmen, wechselt Ihr behandelnder Arzt in der Regel auf ein anderes Medikament.

Neu auf dem Markt: Antikörper gegen Migräne

Seit Ende 2018 ist ein neues Migräne-Medikament, ein Antikörper, auf dem Markt. Weitere ähnliche Arzneien werden in nächster Zeit folgen. Sie setzen anders als die bisherigen Stoffe direkt im Krankheitsprozess des Kopfschmerzes an und versprechen bei schwer einstellbarer Migräne zusätzliche Behandlungserfolge. Mediziner setzen sie aktuell bei ausgewählten Menschen ein, die unter mindestens vier Migräneattacken pro Monat leiden und bei denen schon 4 bis 5 der gängigen Vortherapien wirkungslos waren.

Wie lange sollte man eine vorbeugende Migräne-Behandlung durchführen?

Ein halbes Jahr sollten Sie rechnen

Eine medikamentöse Migräne-Vorbeugung hat ja zum Ziel, die Häufigkeit und die Heftigkeit der Migräne-Anfälle zu reduzieren. Ob das klappt, lässt sich frühestens nach acht Wochen beurteilen.

Die Betonung liegt dabei auf "frühestens". Es gilt die Faustregel, dass man eine solche Behandlung mindestens ein halbes Jahr lang durchführen sollte. Erst wenn dann keine spürbare Verbesserung eingetreten ist (Verminderung der Anzahl der Migräne-Attacken auf mindestens die Hälfte), kann man mit Überzeugung sagen, dass die vorbeugende Behandlung nicht geklappt hat.

Medikamente nicht voreilig absetzen

Wichtig ist aber auch, im Erfolgsfall nicht zu früh die medikamentöse Behandlung abzubrechen. Bei längerer Beschwerdefreiheit sollte man ganz im Gegenteil bis auf weiteres mit der Prophylaxe fortfahren (denn sie wirkt ja offenbar). Auch wenn eine Tabletten-Einnahme nach wochenlangem Wohlbefinden zunächst unlogisch erscheint. Am besten ist es, im Erfolgsfall nach einiger Zeit mit dem betreuenden Arzt zu besprechen, ob und wenn ja wann eine Reduzierung der vorbeugenden Migränemittel sinnvoll ist.

Stimmt es, dass Betablocker gut gegen Migräne wirken?

Ja. Und auch wenn der Name dieser Medikamente einige Betroffene zunächst abschreckt, weil das so nach "Hammer" klingt, gelten Betablocker für fast alle Experten als die Nummer 1, wenn es darum geht, einer Migräne vorzubeugen.

Wirkung in Studien nachgewiesen

Es ist nachgewiesen, dass bei längerer Einnahme von Betablockern die Zahl der Migräne-Anfälle im Schnitt deutlich abnimmt. Besonders gut belegt ist das für die Wirkstoffe Metoprolol und Propranolol und in etwas kleineren Studien auch für Bisoprolol, Atenolol und Timolol. Da aber der Wirkmechanismus, über den Betablocker einer Migräne entgegensteuern, übergreifend für die ganze Medikamentengruppe gilt, wird auch für die übrigen Betablocker ein solcher Effekt angenommen.

Stresshormone im Gehirn gehemmt

Der Migräne-Schutz kommt offenbar vor allem über eine Hemmung von bestimmten "Stresshormonen" im Gehirn zustande. Bei einer akuten Migräne-Attacke helfen Betablocker nicht.

Das Vorurteil "Hammer-Medikament" ist nicht unbedingt angebracht, zumal auch die anderen Migräne-Mittel nicht ohne mögliche Nebenwirkungen sind. Das Hauptproblem bei den Betablockern ist, dass sie oft müde und schlapp machen. Und natürlich muss man mit Bedacht und streng nach ärztlicher Anleitung mit ihnen umgehen.

Kann man mit Magnesium-Tabletten einem Migräne-Anfall vorbeugen?

Kein klarer Nutzen

Das ist umstritten. Oder zumindest nicht eindeutig nachgewiesen. Magnesium ist schon seit längerem auf der Liste der möglichen "Migräne-Verhinderer", konnte aber bisher nie zweifelsfrei seine Wirksamkeit unter Beweis stellen.

Was nicht heißen muss, dass es nicht wirkt. Aber in den offiziellen Empfehlungen der "Deutschen Migräne und Kopfschmerzgesellschaft" werden nur solche Medikamente aufgeführt, bei denen der wissenschaftliche Wirksamkeitsnachweis niet- und nagelfest ist. Und das ist bei Magnesium nicht der Fall. In einer Studie war es in der Migräne-Vorbeugung beispielsweise signifikant besser als ein Plazebo-Präparat (also wirksam), eine andere Studie wurde abgebrochen, weil sich eine Wirksamkeit von Magnesium nicht abzeichnete. So viel zum Thema Eindeutigkeit in der Wissenschaft.

Stimmt es, dass Pestwurz gegen Migräne hilft?

Seltener Migräneanfälle

Ja. Es gibt mehrere Untersuchungen, die das belegen, und die Heilpflanze Pestwurz wird auch von nicht-naturheilkundlich orientierten Experten zur Migräne-Vorbeugung empfohlen. Die bisherigen Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Pestwurz die Zahl der Migräneanfälle um rund die Hälfte senken kann.

Damit ein solcher vorbeugender Effekt eintritt, muss das pflanzliche Mittel – wie andere Medikamente zur Migräne-Prophylaxe auch – über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Fragen Sie am besten in der Apotheke nach entsprechenden Zubereitungen und der exakten Dosierung.

Auf welche Weise die Heilpflanze ihren Migräne-Schutz entfaltet, ist noch nicht endgültig geklärt. Wahrscheinlich aber über eine Entspannung der Blutgefäße im Gehirn. Im akuten Migräne-Anfall kann die Pestwurz nichts ausrichten.

Was bringt Coenzym Q10 in der Migräne-Vorbeugung?

Das ist unklar. Es gibt ein paar Studien, die den Nachweis einer effektiven Migräne-Vorbeugung mit Coenzym Q10 erbringen sollten, allerdings führte keine der Untersuchungen zu einem eindeutigen Ergebnis. Zumindest nicht, wenn man die streng wissenschaftlichen Kriterien der "Deutschen Migräne und Kopfschmerzgesellschaft" zum Maßstab nimmt.

Zufuhr von außen meist nicht nötig

Zum Hintergrund: Coenzym Q10 ist ein vitaminähnlicher Stoff (ähnelt strukturell Vitamin E und Vitamin K), der im Körper an zellulären Stoffwechselvorgängen beteiligt ist. Weitere Bezeichnungen sind Ubichinon-10 oder auch Q-10. Ein Mangel ist zwar möglich, kommt aber nur ganz selten vor. Insofern sind Coenzym-Q10-Produkte, ob nun als Kosmetika oder als Nahrungsergänzungsmittel, von vornherein mit einer Portion Skepsis zu betrachten. Außerdem ist Coenzym Q10 Bestandteil wieder Nahrungsmittel und daher auf ganz natürliche Art und Weise zu bekommen.

Q10-reiche Kost

Folgende Nahrungsmittel enthalten vor allem Coenzym Q10:

  • Pflanzenöle
  • Gemüse: Kohl, Zwiebeln, Spinat, Brokkoli, Hülsenfrüchte
  • Kartoffeln
  • öliger Fisch (Sardinen, Makrelen usw.)
  • Innereien
  • Nüsse (Pistazien)
  • Sonnenblumenkerne
  • Sesamsamen

Allerdings wird das Coenzym beim Kochen meist zerstört. Aber wie gesagt: Eigentlich muss man sich darum keine Gedanken machen.

Schützen Omega-3-Fettsäuren vor Migräne?

Gesund, aber ohne Nutzen bei Migräne

Omega-3-Fettsäuren, die in vielen Nahrungsmitteln, vor allem aber in Seefisch enthalten sind, werden zahlreiche gesundheitsfördernde Effekte zugeschrieben. In einer großen, wissenschaftlich geprüften Studie wurden sie nun auch in der Migräne-Vorbeugung getestet.
Das Ergebnis war aber enttäuschend. Es zeigte sich kein Vorteil der "Fischfette" gegenüber einem Scheinmedikament (Plazebo).

So gut die Omega-3-Fettsäuren also zum Beispiel für Herz und Gefäße sein mögen, die Häufigkeit von Migräne-Attacken können sie offenbar nicht senken. Fisch essen ist aber trotzdem gesund.

Kann man sich mit Vitamin B2 (Riboflavin) vor Migräne-Anfällen schützen?

Möglicherweise ja, aber wissenschaftlich gesichert ist das noch nicht. Riboflavin oder Vitamin B2 wird seit längerem als Mittel zur Migräne-Vorbeugung diskutiert und auch erprobt. Bisher allerdings ohne eindeutiges Ergebnis.

Untersuchungen nicht eindeutig

Die bisherigen Studien, in denen Riboflavin zum Schutz vor Migräne-Anfällen wissenschaftlich untersucht wurde, waren entweder methodisch fragwürdig oder sehr klein. Zumindest in einer dieser Untersuchungen zeigte sich aber eine Reduzierung der Migräne-Anfälle, wenn Vitamin B2 regelmäßig eingenommen wurde. Nach Ansicht der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft muss diesen Effekt aber erst eine größere, wissenschaftlich einwandfreie Studie bestätigen, bevor eine offizielle Empfehlung ausgesprochen werden kann.

Riboflavin ist in nennenswerter Menge übrigens auch in Milchprodukten, diversen Gemüsesorten (Broccoli, Spinat), Roggen- und Weizen-Vollkornprodukten, Fisch und Eiern enthalten.

Wie wird ein Migräne-Anfall in der Regel behandelt?

Erst Mittel gegen Übelkeit...

Wenn Übelkeit oder Erbrechen besteht, ist es am besten, zunächst ein sogenanntes Antiemetikum einzunehmen. Also ein Mittel gegen die Übelkeit, damit dann die Schmerzmittel auch ihr Ziel erreichen.

Als Anti-Übelkeits-Mittel bei Migräne haben sich die Wirkstoffe Domperidon und Metoclopramid bewährt. Beide gibt es als Tropfen, aber auch in Zäpfchenform. Letzteres ist oft besser, um zu verhindern, dass das Mittel im Falle eines Erbrechens zu schnell wieder verloren geht.

… dann Kopfschmerztablette

Dann, nach einer Wartezeit von etwa 10 bis 15 Minuten, sollten erst die Kopfschmerzmittel geschluckt werden. Hier werden empfohlen:

Handelt es sich um einen sehr schweren Migräne-Anfall, werden statt der oben genannten Medikamente eher sogenannte Triptane empfohlen. Das sind verschreibungspflichtige, spezielle Migräne-Kopfschmerzmittel.

Wann sollte man bei einem Migräne-Anfall die Medikamente einnehmen?

So früh wie möglich. Also am besten schon dann, wenn der Migräne-Anfall noch im Anrollen ist.

Den Schmerz im Keim ersticken

Zwar gilt für die Akutmedikamente gegen Migräne (z.B. Triptane), dass man sie so wenig wie möglich benutzen sollte. Aber wenn schon, dann auch richtig, das heißt vor allem frühzeitig. Denn ist der Migräne-Anfall erst einmal in voller Ausprägung da, ist es sehr viel schwieriger, ihn medikamentös zu lindern als in der Entwicklungsphase.

Übrigens können und sollten die Akutmedikamente auch dann benutzt werden, wenn unabhängig vom aktuellen Migräne-Anfall schon Medikamente zur Migräne-Vorbeugung eingenommen werden. Die akut wirkenden Anfall-Mittel werden dann also einfach zusätzlich angewendet.

Welche Schmerzmittel helfen am besten gegen Migräne-Kopfschmerzen?

Nicht jedes Schmerzmittel wirkt bei jedem gleich. Deswegen muss man bei neu aufgetretener Migräne oft erst ein bisschen probieren, bis man "sein eigenes" optimales Mittel gefunden hat. Allerdings gibt es natürlich Favoriten, also Schmerztabletten, die bei den meisten Migräne-Betroffenen gut wirken.

Gängige Medikamente für den Migräneanfall

Bei einem leichten bis mittelschweren Migräne-Anfall haben sich folgende Wirkstoffe bewährt:

  • Acetylsalicylsäure (besser bekannt als Aspirin® oder ASS), von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft wird eine einmalige Dosis von 1.000 mg empfohlen (die gängigen Tabletten enthalten oft 500 mg)
  • Paracetamol (auch hier wird eine Einzeldosis mit 1.000 mg empfohlen)
  • zwei Tabletten eines Kombinations-Präparates aus Acetylsalicylsäure (250-265 mg), Paracetamol (200-265 mg) und Koffein (50-65 mg)
  • Ibuprofen (einmalig 400 mg)
  • Naratriptan (2,5 mg)
  • Phenazon (1.000 mg)
  • Diclofenac-Kalium (einmalig 50-100 mg)

Wichtig ist eine möglichst frühzeitige Einnahme, also am besten schon bei den ersten Anzeichen einer Migräne-Attacke.

Bei schweren Migräne-Anfällen

Bei schweren Migräne-Anfällen werden meist sogenannte Triptane (Sumatriptan, Naratriptan u.a.) verschrieben. Diese Medikamente helfen relativ zuverlässig, benötigen aber eine Weile, bis die Wirkung einsetzt.

Weitere Migräne-Kopfschmerzmittel

Selten werden hingegen folgenden Medikamente bei der Migräne verschrieben:

  • Ergotamin (am ehesten bei sehr lange andauernden Migräne-Anfällen)
  • Naproxen
  • Metamizol

Akuter Migräne-Anfall: Welches Kopfschmerzmittel empfehlen die Experten am meisten?

Geht man nach den Empfehlungen der "Deutschen Migräne und Kopfschmerzgesellschaft", dem führenden Expertengremium in Deutschland, gibt es ein Mittel, das über allen anderen steht: die fixe Kombination aus Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin®), Paracetamol und Koffein.

Die richtige Mischung macht‘s

Während ansonsten Kombinations-Präparate in der Kopfschmerzbehandlung eher verpönt sind, ist diese Kombination beim akuten Migräne-Anfall das Mittel der Wahl. In einer großen Studie erwies sich der Wirkstoff-Cocktail aus zwei Tabletten mit Acetylsalicylsäure (250-265 mg), Paracetamol (200-265 mg) und Koffein (50-65 mg) als allen Vergleichs-Präparaten überlegen. Im direkten Vergleich übertroffen wurden:

  • Acetylsalicylsäure allein (1.000 mg)
  • Paracetamol allein (1.000 mg)
  • Kombination aus ASS und Paracetamol (aber ohne Koffein)
  • Koffein allein (100 mg)
  • Plazebo

Kombinationspräparate

Die so empfohlene Dreierkombination versteckt sich in folgenden Präparaten:

Warum werden bei Migräne Kopfschmerzmittel in Form von Brausetabletten empfohlen?

Mit Brause geht‘s am schnellsten

Brausetabletten haben den Vorteil, schneller zu wirken. Das ist bei einem herannahenden Migräne-Anfall wichtig. Denn am besten ist es, wenn die Schmerzlinderung schon einsetzt, bevor der Anfall seinen Höhepunkt erreicht.

Deshalb empfehlen Experten bei Migräne, die jeweiligen Kopfschmerzmittel in Brauseform einzunehmen. Auch sogenannte Kautabletten sind günstig, denn auch bei ihnen setzt die Wirkung rascher ein.

Von den gängigen Migräne-Kopfschmerzmitteln gibt es fast immer auch ein "Brause-Präparat".

Migräne und Depression: Worauf muss man dann bei den Tabletten achten?

Migräne ist häufig, Depressionen sind häufig. Somit kommt es auch gar nicht so selten vor, dass man mit beiden zu tun hat. Zumal sehr häufige Migräne-Anfälle alles andere als stimmungsaufhellend sind. In diesem Fall ist es aber sehr wichtig, über bestimmte Wechselwirkungen von Migräne-Medikamenten und Antidepressiva Bescheid zu wissen.

Zwei Medikamente – doppelte Wirkung auf Serotonin

Die modernen Medikamente zur Behandlung eines akuten Migräne-Anfalls, die Triptane (Sumatriptan & Co), wirken maßgeblich über einen Rezeptor, der unter anderem den Botenstoff Serotonin im Gehirn aktiviert. Viele moderne Antidepressiva wiederum entfalten ihre stimmungsaufhellende Wirkung ebenfalls über eine Erhöhung des Serotonin-Spiegels im Hirn – wenn auch auf anderem Wege, nämlich indem die Wiederaufnahme von Serotonin in die Nervenzelle gehemmt wird.

Werden nun Triptane gegen den Migräne-Anfall zusätzlich zu solchen Depressions-Medikamenten eingenommen, kann es zu einer zu starken Erhöhung des Serotonins kommen. Man spricht von einem serotonergen Syndrom.

Typische Symptome eines Serotonin-Syndroms sind:

  • psychische Veränderungen, stärkere Erregung
  • Muskelzuckungen
  • Zittern
  • starkes Schwitzen und Schüttelfrost

Unterschiede zwischen den Triptanen

Bei den Triptanen besteht diese Gefahr vor allem bei Rizatriptan und Sumatriptan, weil beide über den gleichen Weg wie einige Antidepressiva verstoffwechselt werden (das MAO-A-System). Etwas weniger ausgeprägt ist das bei Almotriptan und Zolmitriptan. Am geringsten ist die Gefahr bei den Wirkstoffen Eletriptan, Naratriptan und Frovatriptan, weil sie anders verstoffwechselt werden.

Insgesamt ist ein solches serotonerges Syndrom zwar eher eine Seltenheit. Trotzdem lohnt es sich, bei gleichzeitig bestehender Migräne und Depression mit dem Arzt sehr genau zu besprechen, welche Medikamenten-Mischung am unbedenklichsten ist.

Auf welche Weise wirkt Ergotamin beim Migräne-Anfall?

Eingriff ins Serotoninsystem

Ergotamin ist ein Naturstoff. Es handelt sich um ein Alkaloid des Mutterkornpilzes, einem Getreidepilz. Das Arzneimittel wurde schon 1918 entdeckt und war in der Migräne-Therapie lange Zeit ein Mittel der ersten Wahl.

Die Beschwerden bei Migräne-Anfällen lindert Ergotamin (z.B. Ergo-Kranit Migräne Tabletten) über eine Aktivierung der Serotonin-(5-HT)-Rezeptoren. Das sind die gleichen Rezeptoren, über die auch Triptane wirken, nur sind letztere viel spezifischer.

Triptane als bessere Alternativen

Ergotamin wirkt als Zäpfchen im Enddarm wegen der besseren Aufnahme ins Blut deutlich verlässlicher als in Tablettenform. Da Ergotamin auch ein Grundbaustein von LSD ist, wird die Abgabe der Medikamente relativ streng reglementiert.

Heute wird es nur noch in Ausnahmefällen verschrieben, weil es im Vergleich mit modernen Migräne-Mitteln (v.a. Triptanen) weniger gut wirksam und schlechter verträglich ist.

Hilft Ingwer gegen Migräneschmerzen?

Wenn sich die Migräne mal wieder ankündigt und erste Anzeichen einer Aura aufkommen, wissen viele Betroffene bereits, was in den nächsten Stunden auf sie zukommt. Vielleicht könnte eine kleine Knolle ihnen zumindest etwas Linderung verschaffen.

Bewährt bei Erkältungen, Entzündungen und Übelkeit

Ingwer macht sich nicht nur in der Küche zum Würzen und Verfeinern diverser Gerichte gut. Ihm werden auch allerlei gesundheitsförderliche Wirkungen nachgesagt. In der kalten Jahreszeit schwören viele auf frischen Ingwertee zur Vorbeugung von Erkältungen. Es soll allgemein entzündungshemmend wirken, aber auch gegen Übelkeit, Muskel- und Gelenkbeschwerden helfen.

Probe aufs Exempel bei Migräneattacken

Schon länger ist auch die schmerzlindernde Wirkung der Wurzel bekannt. Eine Ernährungswissenschaflterin aus Brasilien wollte nun wissen, ob auch Menschen mit Migräne davon profitieren könnten.

Sie und ihr Team griffen sich gleich sehr schwer betroffene Probanden heraus, die aufgrund einer akuten Migräneattacke ins Krankenhaus aufgenommen wurden. Sie litten alle unter einer episodischen Migräne mit bis zu sechs Anfällen im Monat. Die 60 Probanden wurden in zwei Gruppen eingeteilt, von denen die eine 400 mg Ingwerextrakt erhielt, während der Kontrollgruppe lediglich ein Scheinmittel (Placebo) verabreicht wurde. Alle Teilnehmer bekamen außerdem leitliniengerecht ein Schmerzmittel über die Vene.

Weniger Schmerzen, bessere Erholung

Danach führten sie ein Schmerztagebuch und notierten die Schmerzstärke, weitere Migränebeschwerden und Einschränkungen sowie den Therapieeffekt nach 1h, 1,5h und 2h. Und tatsächlich verlief die Attacke in der Ingwergruppe weniger stark. Außerdem erholten sich die Betroffenen besser nach dem Anfall. Sie gaben zu jedem Zeitpunkt weniger Beschwerden an als die Kontrollgruppe.

Ingwer ist mit Sicherheit kein Medikament gegen akute Migräneattacken. Die Grundlage der Behandlung sind Schmerzmittel, die im Anfall unverzichtbar sind. Die Heilpflanze könnte jedoch ergänzend wertvolle Dienste leisten und die Betroffenen ein Stück weit entlasten.

Botox gegen Migräne: Wirkt es oder wirkt es nicht?

Das war die gute Nachricht: Das Bakteriengift Botulinumtoxin A – besser bekannt als „Botox“ – soll das Leiden von Migränepatienten lindern. Zwei große Studien hatten gezeigt, dass die Injektion von kleinen Mengen des Giftes in Kopf-, Gesichts-, und Nackenmuskeln die Migräneschmerzen bessert. Und das ist die schlechte Nachricht: In England bekräftigt ein Gutachten erhebliche Zweifel an der Wirkung der Therapie.

Erste Studien mit positiven Ergebnissen

Botox ist in Deutschland seit September 2011 zur Behandlung der chronischen Migräne zugelassen. Ärzte können die Therapie bei Betroffenen anwenden, die mit Kopfschmerzen an mindestens 15 Tagen im Monat zu kämpfen haben, davon mindestens 8 Tage mit Migräne-Kopfschmerzen. Die Spritzen mit dem Wirkstoff werden an 31 genau festgelegten Orten in Muskelpartien im Kopf- und Halsbereich gesetzt.

Im Jahre 2010 wurden Studien veröffentlicht, die den Erfolg der Behandlung bestätigen sollten. Darin gaben nach 24 Wochen rund 47% der Probanden in der Botuliniumtoxin-Gruppe an, mindestens 50% weniger Kopfschmerztage gehabt zu haben. In der Plazebo-Gruppe waren es rund 35%.

Ergebnisse von britischer Behörde angezweifelt

Die englische Kontrollbehörde NICE hat Studien, die zur Zulassung geführt haben, jetzt aber angezweifelt. Sie kritisiert, dass der nachgewiesene positive Effekt recht klein gewesen sei. Außerdem bemängelt die NICE-Behörde, dass die Ergebnisse durch einen hohen Plazeboeffekt verwässert seien.

Wissenschaftler bezweifeln die Sinnhaftigkeit der Verwendung von Botox nicht nur wegen des schwach ausgeprägten Nutzens. Sie zählen auch die häufiger auftretenden Nebenwirkungen auf:  Blepharoptosis (Absinken des oberen Augenlides), Spannungsgefühle der Haut, Parästhesien (Schmerzen in den Hautnerven), Nackensteifigkeit, Muskelschwächen und Nackenschmerz.

Stimmt es, dass Kalziumblocker gegen hohen Blutdruck auch bei Migräne helfen können?

Ja. Kalziumblocker senken den Blutdruck, indem sie die Gefäße entspannen. Die Migräne-Symptome wiederum entstehen durch Spasmen von Blutgefäßen. Kalziumblocker wirken diesen Verkrampfungen der Gefäße entgegen und können so der Migräne vorbeugen.
Das Haar in der Suppe: Kalziumblocker senken eben auch den Blutdruck, was bei Menschen ohne Bluthochdruck nicht wünschenswert ist.

Joggen gegen Migräne

Sportliche Betätigung kann Stärke, Häufigkeit und Dauer von Mirgänattacken vermindern. Das gelingt vor allem mit Sportarten, die die Ausdauer trainieren. Warum Sport so wirkt, erklären Migräneexperten mit einen Ansteigen der Schmerzschwelle.

Wert joggt oder walkt, hat seltener Migräne

Wissenschaftler haben bei der Überprüfung der Wirkung von Sport auf Migräne die beiden Sportarten Joggen und Walking untersucht. In einer Studie mussten 52 Betroffene über den Zeitraum von zehn Wochen einen Trainingsplan mit dreimal täglich Sport für 30 Minuten absolvieren. Nach Beendigung dieser Periode waren die Migränetage bei den joggenden Probanden um 17% und die Kopfschmerztage um 22% gesunken. Bei der Walking-Gruppe, die etwas leichter trainierte, kam es zu 1,3 Attacken im Monat weniger.

Wie genau der Sport bei Migräne wirkt, ist noch unklar

Eine Begründung für diesen Einfluss von Sport auf Migräne haben Migräneexperten noch nicht bei der Hand. Sie vermuten aber, dass Ausdauersport den Pegel der Stresshormone absenken kann und damit die Schmerzschwelle steigt.

Ob dabei der Anstieg des Fitness-Levels für die Reduzierung von Migräneattacken entscheidend ist, können die Wissenschaftler auch noch nicht sagen. Denn beide Sportarten wirkten sich positiv auf die Migräne aus, obwohl sie unterschiedlich intensiv waren.

Allerdings scheint sich eine Sport-Therapie nicht für jeden Migräne-Betroffenen zu eignen. Immerhin hielten nur 28 von ursprünglich 52 den Trainingsplan bis zum Ende durch.

Ist Migräne lebensbedrohlich?

Klares Nein. Auch nicht lebensverkürzend.

Allerdings ist Migräne eine chronische Krankheit, gegen die es keine ursächliche Behandlung gibt (gegen die Kopfschmerzen bei Anfällen natürlich schon). Bei einigen Menschen mit Migräne verschwindet sie aber spontan, oder es treten über viele Jahre keine Migräne-Anfälle auf.

Stimmt es, dass Migräne das Herzinfarkt-Risiko erhöht?

Ja. Allerdings gilt das nur für jene Menschen mit Migräne, deren Anfälle mit einer sogenannten Aura einhergehen. Darunter versteht man Begleitsymptome wie Sehstörungen oder Schwindel, die meist vor den Kopfschmerzen auftreten. Etwa 10% aller Migräne-Betroffenen haben Anfälle mit einer solchen Aura.

Aber bevor Sie jetzt in zu große Sorgen verfallen: Auch für Menschen mit Migräne und Aura ist das absolute Risiko für einen Herzinfarkt eher gering. Es ist aber etwa doppelt bis dreimal so hoch wie bei Personen ohne Migräne oder mit Migräne ohne Aura.

Ursachen liegen im Dunkeln

Warum das so ist, ist noch völlig unklar. Möglicherweise hängt es mit den Gefäßverengungen zusammen, die man bei einer Migräne als Auslöser der Anfälle vermutet.

In einer US-amerikanischen Studie zeigte sich bei Menschen auch ein erhöhtes Risiko für Diabetes, Bluthochdruck und erhöhte Blutfettwerte. Das könnte, wenn es denn stimmt, natürlich auch eine erhöhte Herzinfarkt-Rate erklären. Allerdings erklärt das auch noch nicht, dass diese Risikoerhöhung nur bei einer Migräne mit Aura besteht.

Fazit: Wenn die Migräne bei Ihnen häufig mit einer Aura einhergeht, ist ein regelmäßiger Herz-Check und eine herzgesunde Lebensweise noch wichtiger als sowieso schon.

Autoren: Dr. med. Jörg Zorn, Dr. med. Susanne Endres, Eva Bauer (Ärztin)

Quellen:

  • Deutsche Migräne und Kopfschmerzgesellschaft.
  • Neurology, doi:10.1212/WNL.0b013e3181d0cc8b.
  • Martins LB1, Rodrigues AMDS1, Rodrigues DF1, Dos Santos LC1, Teixeira AL2, Ferreira AVM1. Double-blind placebo-controlled randomized clinical trial of ginger ( Zingiber officinale Rosc.) addition in migraine acute treatment. Cephalalgia. 2018 Jan 1:333102418776016. doi: 10.1177/0333102418776016.
  • National Institute for Health and Clinical Excellence (NICE), Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft.
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