Kann man mit Magnesium-Tabletten einem Migräne-Anfall vorbeugen?

Das ist umstritten. Oder zumindest nicht eindeutig nachgewiesen. Magnesium ist schon seit längerem auf der Liste der möglichen "Migräne-Verhinderer", konnte aber bisher nie zweifelsfrei seine Wirksamkeit unter Beweis stellen.

Was nicht heißen muss, dass es nicht wirkt. Aber in den offiziellen Empfehlungen der "Deutschen Migräne und Kopfschmerzgesellschaft" werden nur solche Medikamente aufgeführt, bei denen der wissenschaftliche Wirksamkeitsnachweis niet- und nagelfest ist. Und das ist bei Magnesium nicht der Fall. In einer Studie war es in der Migräne-Vorbeugung beispielsweise signifikant besser als ein Plazebo-Präparat (also wirksam), eine andere Studie wurde abgebrochen, weil sich eine Wirksamkeit von Magnesium nicht abzeichnete. So viel zum Thema Eindeutigkeit in der Wissenschaft.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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Kommentare (1)
Migräne und Magnesium
1 Sonntag, den 19. August 2018 um 07:16 Uhr
Johanna
Meine Erfahrung mit Magnesium spiegelt die unterschiedlichen Ergebnisse der Studien wieder. Wenn ich merke, Migräne ist im Anmarsch, nehme ich 400mg Magnesiumcitrat in Wasser aufgelöst. In ca. einem von 10 Malen verschwindet die Attacke sofort. Die anderen Male geht alles seinen unverwüstlichen Gang. Aber ich finde, es lohnt sich trotzdem - immerhin eine Attacke und ein Triptan weniger! Viel Erfolg!
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