Wieso habe ich im Sommer vermehrt Kopfschmerzen?

Kopfschmerzen haben viel mit der Durchblutung zu tun. Und mit der Eng- und Weitstellung der Blutgefäße. Allein damit wird schon verständlich, dass es typische Sommerkopfschmerzen gibt – zumindest bei dafür empfänglichen Menschen. Auch Migräne-Attacken häufen sich bei vielen Betroffenen in der warmen Jahreszeit.

Einige Ursachen für Kopfschmerzen im Sommer:

  • Im Sommer schwitzt der Körper vermehrt, deshalb gibt es einen Feuchtigkeitsverlust und auch viele Mineralien werden ausgeschwitzt. Man spricht dann von einer Dehydrierung. Und die kann Kopfschmerzen verursachen.
  • Auch kann der Blutzuckerspiegel sinken – ebenfalls ein möglicher Auslöser von Kopfschmerzen.
  • Viele Menschen schlafen im Sommer weniger, da die Tage gefühlt länger sind. Das stimmt aber nicht immer überein mit dem Biorhythmus und den hormonellen Rhythmen. Vor allem bei Menschen mit Migräne kann das zu vermehrten Attacken führen.
  • Häufige Heiß-Kalt-Wechsel, wie im Sommer zum Beispiel beim Betreten Klimaanlagen-gekühlter Räume, gehen auf die Durchblutung und verändern jedes Mal die Blutgefäß-Weitstellung.
  • Erhöhte Ozonwerte, im Sommer viel häufiger, und generell schwüles, stickiges Wetter sind eine typische Kopfschmerz-Ursache.
  • Auch sehr helles Licht kann Kopfschmerzen oder Migräne auslösen. Und im Sommer ist es bekanntlich heller – vor allem am Strand.

Daraus ergeben sich auch gleich einige Tipps, wie man die Kopfschmerzattacken im Sommer vermeiden kann. Sinnvoll ist es bei starkem Schwitzen viel Wasser, Tee und Saftschorle zu trinken um den Feuchtigkeitsverlust wieder auszugleichen. Achten Sie außerdem auf einen guten Schlaf und nicht zu häufige Kalt-Warm-Wechsel. Und bleiben Sie öfter einfach im Schatten.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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