Stimmt es, dass Tabletten gegen Wechseljahresbeschwerden Kopfschmerzen und Migräne auslösen können?

Ja. Und zwar kann das bei Einnahme von Hormon-Präparaten gegen Wechseljahresbeschwerden vorkommen. Allerdings insbesondere bei Frauen, die schon früher „in den Tagen" und "vor den Tagen“ mit diesem Problem zu kämpfen hatten.

Vor allem zu hohe Östrogen-Dosierungen können Kopfschmerz- und Migräne-Anfälle provozieren. Dazu kommt es vor allem bei Frauen, deren Eierstöcke noch eine relativ große Menge an Hormonen produzieren. Dann gilt es, die individuell optimale Dosis zu finden.

Hormon-Therapie überdenken

Treten die Kopfschmerzen während der Anwendungspause auf, ist eventuell eine durchgehende Hormongabe zu empfehlen. Oder auch der Verzicht auf Hormone, für den auch einige andere Argumente sprechen. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin dazu beraten.

Interessanterweise gibt es aber auch noch eine andere Seite der Medaille: Mitunter wirken kontinuierlich stabile Hormonspiegel auch vorbeugend bei Migräne in den Wechseljahren.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

Weitere Fragen und Antworten zu den Wechseljahren finden Sie unter Navigator-Medizin.de/Wechseljahre

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