Wie werden Cluster-Kopfschmerzen behandelt?

Bei einem akuten Anfall von Cluster-Kopfschmerzen sind die herkömmlichen Kopfschmerztabletten wirkungslos. Hilfreich für eine schnelle Schmerzlinderung ist dagegen eine Sauerstoffbeatmung über eine sogenannte Hochkonzentrationsmaske.

Das hört sich zwar etwas abenteuerlich an, wirkt aber gut (Schmerzlinderung meist innerhalb von 15 Minuten) und ist nebenwirkungsfrei. Allerdings muss es tatsächlich diese spezielle Maske sein, da der Sauerstoff nur hilft, wenn er hochkonzentriert und ohne Schlupfwinkel eingeatmet wird.

Als Medikamente kommen Triptane (Sumatriptan als Spritze oder Nasenspray, Zolmitriptan als Tablette oder Nasenspray) in Betracht. Auch ein Lidocain-Nasenspray kann die Attacken manchmal beenden.

Vorbeugung: Auslöser vermeiden, ggf. Medikamente

Ähnlich wie bei der Migräne ist das beste freilich, es kommt gar nicht erst zu den Kopfschmerz-Attacken. Hierfür ist es wichtig, die Auslöser zu identifizieren (Alkohol?, grelles Licht?) und konsequent auszuschalten. Als vorbeugende Medikamente werden vom Arzt manchmal die Wirkstoffe Verapamil, Methysergid, Prednisolon oder Lithiumcarbonat verschrieben.

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