Kann man den oxidativen Stress messen?

Ja. Wie es in Ihrem Körper um den oxidativen Stress und die Schutzkapazität dagegen bestellt ist, können Sie durch eine Blutuntersuchung feststellen lassen.

Aber worum geht es überhaupt? Oxidativer Stress ist ein medizinischer Fachbegriff für ein Übermaß an schädlichen (oxidierten) Stoffwechselprodukten. Diese Substrate werden auch oft freie Radikale genannt. Oxidativer Stress entsteht also auf zellulärer Ebene. Er führt auf Dauer erst zu Zell- und Gewebeschäden, dann zu Krankheiten.

Und wie testet man das? Man kann über eine Blutuntersuchung die oxidative Belastung bestimmen. Und auch die antioxidative Kapazität, also den Vorrat an Substanzen, die die freien Radikale oder Oxidantien abwehren können. Es handelt sich dabei um ein Verfahren zur Risikoabschätzung. Bei einem Ungleichgewicht können weitere spezifische Parameter wie der Gehalt an Vitamin C, Vitamin E, Coenzym Q 10 und Glutathion gezielt untersucht werden.

Test auf oxidative Belastung:

Zur Bestimmung der oxidativen Belastung kann das Stoffwechselprodukt Malondialdehyd gemessen werden. Es dient als Marker für den Gehalt des Bluts an freien Radikalen.

Normalwert: 1,2–2,8 μmol/

Test auf antioxidative Kapazität:

Mit der Bestimmung der antioxidativen Kapazität werden alle wichtigen antioxidativen Schutzfaktoren im Blut erfasst. Damit kann eine Entgleisung des Gleichgewichts frühzeitig erkannt werden. Die Messung dient außerdem zur Kontrolle und Optimierung einer Behandlung mit Antioxidanzien bzw. einer Ernährungsumstellung.

Normalwert: 1,13–1,57 mmol/l

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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