Steht die HIV-Infektion in der beschwerdefreien Latenzphase tatsächlich still?

Meistens nicht. Auch in der Phase, in der trotz Ansteckung mit dem HI-Virus keinerlei Beschwerden auftreten, vermehrt sich das Virus in der Regel und infiziert und zerstört auch körpereigene Immunzellen.

Allerdings gelingt es dem Körper in dieser sogenannten Latenzphase, die Auswirkungen gut zu kompensieren, vor allem durch Bildung von Milliarden an neuen Abwehrzellen.

Bei einigen HIV-Patienten hält diese beschwerdefreie Phase über viele Jahre an. Obwohl also das Virus aktiv ist, kann der Körper bei einigen Betroffenen sehr lange dagegenhalten.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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