Herzschrittmacher-OP: Wie lange bin ich krankgeschrieben?

Für den Schrittmachereinbau sind Sie, wenn der Eingriff geplant ist, in der Regel zwei bis drei Tage im Krankenhaus. Bis alles verheilt ist, dauert es meist 10 bis 14 Tage, so dass die Krankschreibung oft für zwei Wochen ausgestellt wird.

Schonen Sie Ihren Arm

Je nach Verlauf und Grundkrankheit variieren die Zeiten jedoch deutlich. Besonders dann, wenn ein Schrittmacher in einer akuten Situation eingesetzt wurde oder wenn die zugrundeliegende Herzkrankheit noch behandelt werden muss.

Damit alles gut abheilen kann, ist es wichtig, dass Sie den Arm auf der Seite, an der der Schrittmacher unter dem Schlüsselbein eingesetzt wurde, in den ersten zwei Wochen schonen. Sie sollten ihn nicht über Brusthöhe halten oder voll ausstrecken. Auch Radfahren und schweres Tragen wie zum Beispiel von Wasserkisten sollten Sie in dieser Zeit meiden. Ansonsten kann starker Zug auf die Schrittmachersonde oder die Wunde kommen.

Sie und Ihr Arzt entscheiden

Bis die Wunde verheilt ist und sich das Herz erholt hat, werden Sie daher in der Regel für den Zeitraum von zwei Wochen krankgeschrieben. Viele Faktoren wie das zugrundeliegende Herzproblem, der Verlauf der Implantation und andere Begleitkrankheiten haben jedoch Einfluss auf Ihren gesundheitlichen Zustand, weshalb die AU-Zeiten variieren können. Um zu entscheiden, wann Sie zurück zur Arbeit können, ist zudem wichtig, welchen Beruf Sie ausüben.

Die Dauer der Krankschreibung ist daher individuell und wird in Absprache zwischen Ihnen und Ihrem Arzt entschieden. Sollten Sie im Rahmen der Schrittmacherimplantation einige Arzneimittel pausiert haben, achten Sie darauf, dass Sie die Medikamentenliste nach der Entlassung mit Ihrem Arzt noch einmal durchgehen.

Autorin: Dr. med. Susanne Endres

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Kommentare (1)
Ich habe einen Herzschrittmacher mit Vibrator gekriegt
1 Mittwoch, den 22. Mai 2019 um 09:27 Uhr
, Bernd Meyer
Ich bin zurzeit im Straßenbau tätig, und habe dazu mehrere Fragen. Kann ich in meinem Beruf wieder arbeiten? Und, welche Alternativen hat man, wenn man nicht in seinen Beruf zurück kann? Ich bin 52 Jahre alt, habe über 30 Jahre im Tiefbau gearbeitet und dann so etwas. Können Sie mir irgendwie eine Antwort geben?
Mit freundlichen Grüßen, Bernd Meyer
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